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Ausser Haus
Zum englischen 'Outdoor' gibt es im Deutschen leider kein
gleichwertiges Wort:
'ausser Haus' sind zwei Worte, 'unter freiem Himmel' gar drei,
'aushaeusig'
meint 'zu Hause nicht erreichbar'. Eine glatte technische Fehlleistung
also
- diesmal bei den Technikern der deutschen Sprache, den Germanisten,
die sich
selbst haeufig lieber als 'Kuenstler' sehen.
Gemeint ist hier jedenfalls all' das, was ausserhalb der eigenen vier
Waende statt findet - ob im Garten, auf der Strasse oder anderswo.
Ein Brett und ein Beutel - die amerikanische Hand-Saemaschine wurde von
einem
Gurt um Schulter und Nacken so gehalten, dass der Sack mit dem Saatgut
vor der
Brust des Saemannes hing. Den Boden des Sackes bildete ein durchbohrtes
Brett,
unter dessen Bohrung sich eine drehbare Wurfschaufel befand. Diese
Wurfschaufel
wiederum wurde ueber Zahnraeder und Wellen von einer Handkurbel
angetrieben.
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Bei dieser kleinen Gartensaemaschine treiben die Raeder einen
Mechanismus an,
der je nach Einstellung in bestimmten Abstaenden aus dem
Saatgutbehaelter
Koerner auf den Boden fallen laesst. Das Geraet erlaubt das praezise
Saen in
Reihen, geht sparsam mit dem Saatgut um und erfordert keine grosse
Erfahrung
im Saen. Andererseits ist es nicht fuer die Flaechenaussaat
beispielsweise von
Getreide geeignet, da die Bestellung eines Feldes mit dieser Methode
viel zu
lange dauern wuerde.
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Ganz ohne sich bewegende Teile kommt dieses kleine Hand-Saegeraet aus.
Es
besteht aus einem kreisrunden Behälter für das Saatgut, der mit einer
'Ablauf-Rinne' verbunden ist. An der Seite des durchsichtigen,
drehbaren
Deckels sind mehrere, unterschiedlich grosse Auslässe angebracht. Daher
kann man
aus diesem Gerät unterschiedlich grosses Saatgut (d.h. auch verschieden
Saaten)
mit einer Füllung ausbringen, wenn man zuerst
einen kleinen Auslass einstellt und erst später die gröseren. Das
Sae-Gerät ist
nur für kleinere Gärten geeignet, da eine gesunde Rückenmuskulatur für
den
Saemann leider nicht im Lieferpreis inbegriffen ist.
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Diese Giftspritze - sie hat die Jahrzehnte auf dem Dachboden eines
alten
Hauses in Nordschweden ueberdauert - ist vom technischen Prinzip her
nichts
weiter als eine Luftpumpe: bei der Ansaugbewegung wird Luft auch aus
dem
runden Behaelter angesogen. Diese Luft reisst Teile der DDT-Pulvers mit
sich.
Bei der Druckbewegung der Pumpe wird dieser DDT-Staub herausgepresst
und die
Luftstroemung reisst weitere Pulverteile mit sich.
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Ein Luftgewehr ist nichts
anderes als eine Luftpumpe mit (Energie-/Luft-)Speicher,
mit der man schiessen kann. Luftgewehre, früher auch Windbüchsen
genannt, gibt
es seit dem 16. Jahrhundert. 1790 stellte Österreich sogar ein eigenes
Windbüchsenkorps auf. Vorteil des Luftgewehrs: man braucht kein
zusätzliches
Treibmittel (Pulver), sondern kann sein Treibmittel (Luft)immer wieder
selbst
erzeugen. Nur das Geschoss ist quasi ein Verlustobjekt.
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Ein Garten, ein Teich, ... es fehlt nur noch die Fontaine, damit das
alles
noch schoener aussieht und und die Goldfische an heissen Sommertagen
nicht
wegen Sauerstoffmangels mit dem Bauch nach oben schwimmen. Doch die
technische
Installation ist teuer und auch die Stromkosten knabbern am
Portemonaie. Da ist
diese schwimmende Solarfontaine die ideale Alternative: keine
Stromkosten und
kaum Gefahr, dass die lieben Goldfische unabsichtlich elektrisiert
werden.
Wer's hat und mag, kann sich die Solarfontaine auch ins Aquarium seines
Wohnzimmers setzen; dann spart er gleich noch den elektrischen
Raumluft-Befeuchter! ;-)
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Die Leutstäbe funktionieren wie eine Art Solarlampe: das Sonnenlicht
regt einen
chemischen Stoff im Inneren der Stäbe an, so dass er phosphoriziert und
ein
schwaches, günliches Licht an die Umgebung abstrahlt. Das reicht zwar
nicht als
richtige Beleuchtung, aber um Wege zu markieren oder Gartenteiche
abzugrenzen
ist es nützlich. Und die Stäbe haben einen Vorteil - sie sind flexibel:
man kann
sie biegen, in die Erde stecken, an Zäune oder Leitern binden.
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Wer beim Abend-Jogging vom Auto ueberrollt wird, fuer den kann es
wirklich
'zappenduster' werden. Gegen solche Gefahren des Alltags hilft es, eine
Laufleuchte am Guertel zu befestigen. Durch das auf und ab der
Laufbewegung
rutscht ein Magnet in einer Spule hin und her; dabei wird elektrischer
Strom
erzeugt. Die Leuchte ist also eine Art 'Milkshaker' zur Erzeugung von
Licht.
Je nach Bewegungsrichtung des Magneten werden die oberen oder unteren
Leuchtenpaare geschaltet, wodurch ein Warnblink-Effekt entsteht. 'Wo
bekomme ich
jetzt neue Batterien her?' muessen nicht die letzten Gedanken im Leben
eines
Joggers sein.
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Der erste Schrittzaehler stammt von Leonardo da Vinci aus dem 'codex
atlanticus'
um 1500. Er funktioniert nach dem Prinzip, dass das Geraet beim Gehen
immer
wieder gegen den Koerper eines Menschen oder Pferdes pendelt, und
dadurch ein
Hebel zum Weiterstellen des Zaehlwerkes ausgeloest wird. Der hier
abgebildete
Schrittzaehler beruht dagegen auf der Schwerkraft: bei jedem Aufsetzen
des
Fusses gibt es im ebenfalls sich nach unten bewegenden Geraet einen
Ruck, so
dass das Zaehlwerk weiter gestellt wird. Eine dritte Variante ist
moeglich
und wurde in der Vergangenheit eingesetzt: man bindet den
Schrittzaehler
fest an den Guertel, und ein aus ihm herauslaufendes festes Band um die
Fessel
eines Fusses. Bei jedem Fort-Schritt des entsprechenden Beines wird das
Band
gezogen und loest im Inneren des Geraetes den Zaehlmechanismus aus.
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Man kennt sie meist aus Flieger-Filmen und Flugsimulator-Spielen: die
Neigungsmesser. Aber waehrend Mann in der Fiktion des Bildschirms die
schraegsten Situationen und extremsten Winkel mit einem kuehlen Schluck
Bier
aus der Flasche beantwortet, geht es in der Realitaet haerter zu:
dieses
Exemplar fuer Fahrraeder signalisiert, wenn es fuer den Mountain-Biker
Zeit
wird abzusteigen - bevor er mit der Nase voran den Berg hinab pfluegt.
Und
es erinnert uns daran, dass es Neigungsmesser schon lange gab, bevor
jemand
auf die gloriose Idee kam, man koenne auch hier noch ein Stromkabel
ranklemmen.
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Luftpumpen gibt es viele: Fussball-Pumpen, Luftmatratzen-Pumpen, Pumpen
zum
Aufblasen von Kinder-Pools, Zelten und Schutzpolstern, Pumpen fuer
Fahrrad-
und Autoreifen. Und selbstverstaendlich gibt es auch die kleinen,
silbrigen
Gaskartuschen, mit denen die ach so sportlichen Hobby-Radrennfahrer
muehelos
ihre Fahrrad-Reifen wieder aufpusten. Das Bild zeigt dagegen eine
solide
Luftpumpe, mit der sich auch Autoreifen wieder fuellen lassen: die
Pumpe ist
standsicher, ihr Schlauch laesst sich sicher an das Ventil des Reifens
klemmen,
der Luftdruck ueber eine Anzeige kontrollieren. 'Energielieferant' ist
statt
der Arm- die staerkere Bein-Muskulatur.
Wer hier pumpt, kann sich im Sportstudio den Weg auf den Stepper sparen.
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'Ich schwaerme fuer Sonnenwaerme' heisst ein wenig origineller
Werbespruch.
So weit, so gut, doch bitte nicht im sommerlichen Urlaubsstau auf der
Autobahn.
'Da muss eher Kuehlung her' (stammt von mir und ist auch nicht
origineller),
wofuer auch die Sonne gut ist: dieser Ventilator wird an die nur um
einen
Spalt herunter gedrehte Seitenscheibe gehaengt. Photovoltaische Zellen
liefern
die Energie, und je staerker/waermer die Sonne scheint, desto mehr
kuehle
Aussenluft kann der Ventilator durch den Spalt herein blasen.
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Wer sich mit seinem Ventilator/Gebläse nicht auf die Sonne verlassen
will, weil
er beispielsweise auch bei bewölktem Sommerhimmel seinen
Holzkohle-Grill im
Garten 'anwerfen' muss, greift zu diesem Ventilator mit Handkurbel.
Eine gute
Übersetzung der Kurbeldrehung auf das Gebläse garantiert, dass die
Kohlen
schneller ins 'Schwitzen' kommen als man selbst.
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