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News

Neue Kraft aus altem Batterie-Typ
15.02.2008, Clayton South, Australien:
Das australische nationale Forschungsinstitut CSIRO ('Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation') beschäftigt sich mit einem neuen Typ der bekannten Bleibatterie: Die UltraBattery kombiniert einen Superkondensator mit einer Bleibatterie in einer Einheit, um damit für Hybridautos einen kostengünstigen, dauerhaften, energieeffizienten Energiespeicher anzubieten. Nach Mitteilung von CSIRO soll die UltraBattery eine vierfach längere Lebensdauer als konventionelle Batteriesysteme haben; zudem gebe sie 50 Prozent mehr Energie ab und sei 70 Prozent billiger als derzeitigen Batterien in Hybridautos.

Chance für Biosprit
21.01.2008, Stuttgart:
Nach einer Presseverlautbarung der Daimler AG wird das Unternehemen künftig zusammen mit der Archer Daniels Midland Company und der Bayer CropScience Einsatzmöglichkeiten der Jatropha-Nuss (Jatropha curcas L) für die Herstellung von Biodiesel erforschen. Die bisher nur wild wachsende, nicht essbare Tropenpflanze ist winterhart, tolerant gegenüber Trockenheit und wächst auch auf ertragsarmen, ansonsten nicht für die Landwirtschaft verwendbaren Böden. Dadurch tritt sie nicht in Konkurrenz zum Lebensmittel-Anbau.
Die Daimler AG hat bereits in einem fünfjährigen Forschungsprojekt in Indien Erfahrungen mit Jatropha-Kraftstoff in Testfahrzeugen gemacht. Zudem haben die Stuttgarter ein wichtiges Wissenszentrum in ihrer Nähe: die Jatropha-Forschung im Tropenzentrum der Universität Hohenheim.

Frischwasser für alle
10.01.2008, Freiburg:
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat eine einfache, dezentrale, günstige solare Entsalzungsanlage entwickelt, die in ihrer kompaktesten Ausführung 120 Liter Frischwasser pro Tag erzeugt. Dazu reichen sechs Quadratmeter Solarkollektoren, eine kleine Photovoltaik-Einheit zum Betrieb der Wasserpumpe und das Entsalzungsmodul. Letzteres funktioniert mit einer Membran, die den solar erzeugten Wasserdampf durchlässt, das flüssige Salzwasser aber zurück hält. Jenseits der Membran kühlt der Wasserdampf ab und kondensiert zu Trinkwasser. Entsprechende Testanlagen auf Gran Canaria und in Jordanien laufen bereits erfolgreich.

Schwung dem Schwungrad
24.12.2007, Austin/Texas:
Das 'Center for Electromechanics' an der Universität von Texas in Austin gehört zu den international führenden Institutionen bei der Entwicklung dieser Speichertechnologie. Derzeit läuft das Projekt eines Schwungradspeichers zur Energierückgewinnung in einem Brennstoffzellen-Bus sowie die Verwendung eines Flywheels in einem Eisenbahn-Triebwagen. In der Vergangenheit hatte man in Austin zu Schwungrad-Energiespeichern in Raumstationen geforscht und das mit 65.000 Umdrehungen/Minute schnellste Schwungrad hergestellt. Auch mit der Miniaturisierung von Schwungrädern beschäftigt man sich in Texas. Die eindrucksvolle Publikationsliste zum Thema Flywheel macht deutlich, dass von hier noch weitere interessante Ergebnisse zu erwarten sind.
Das Wettrennen um den optimalen Energiespeicher scheint weiterhin offen. zum Seitenanfang

Erstes Drachen-Segelschiff im Einsatz
15.12.2007, Hamburg:
Die Hamburger Firma SkySails hat erstmals einen Frachtschiff-Neubau mit ihrem Zugdrachen-Antriebssystem 'Skysails' ausgerüstet. Die 'MS Beluga SkySails', ein Mehrzweck-Schwergutfrachter der Bremer Beluga Shipping GmbH, wurde heute in Hamburg von der Frau des Bundespräsidenten getauft. Der 160 Quadrameter grosse Zugdrache (Kite) ist mit einer speziellen Verankerung/Steuerung am Bugteil des rund 133 Meter langen Schiffes (ca. 9.800 tdw) befestigt und soll 10-15 Prozent des Treibstoffes sparen. Vorteil dieses System ist es auch, dass nicht mehr das Segelschiff kreuzen muss, sondern dass das Segel/Kite 'kreuzt'.
Ein Zugdrachen-Antriebssystem für Motoryachten ist in Planung. zum Seitenanfang

Biokraftstoff aus dem Meer
11.12.2007, Hawai:
Wie der Weltkonzern Royal Dutch Shell plc ankündigt, wird er zusammen mit der in Delaware/USA eingetragenen Firma HR Biopetroleum Inc. auf Hawai eine Pilotanlage zur Züchtung von Algen für die Gewinnung von Pflanzenöl zu errichten. Dazu wurde unter dem Namen 'Cellana' ein JointVenture gegründet, das verschiedene heimische Mikromeeresalgenarten in grossen Meerwasserbecken an der Küste von Hawai aufziehen und ihr Pflanzenöl-Potential vergleichen soll. Gegenüber herkömmlichen Pflanzenöl-Lieferanten wie z.B. Raps haben die Algen den Vorteil, dass sie keinen für den Lebensmittel-Anbau wertvollen Ackerboden beanspruchen, aber durch ihr extrem schnelles Wachstum (Verdoppelung der Algenmasse mehrfach pro Tag)erheblich höhere Hektar-Erträge liefern. Zudem sollen später auch CO2-Abgase für die Algenproduktion genutzt werden. zum Seitenanfang

Brennstoffzelle 'am Mann'
03.12.2007, Brunnthal/Bayern:
Wie die Firma SFC Smart Fuel Cell AG mitteilt, hat sie von der Deutschen Bundeswehr wiederum einen Auftrag erhalten, der - neben dem Einsatz von Brennstoffzellen in Fahrzeugen als autonome Energiequelle und sinnvoller Ersatz konventioneller Akkus und Generatoren - auch die Erstellung von Brennstoffzellen-Einheiten als am Körper zu tragende, kompakte Stromversorgung beinhaltet. Der Auftrag hat ein finanzielles Volumen von ca. 2,5 Millionen Euro. zum Seitenanfang

Wasser aus dem Nebel
26.11.2007, Lima/Peru:
Die deutschen Wissenschaftler Dr. Kai Tiedemann (RWHT Aachen) und Anne Lummerich haben ein Verfahren entwickelt, um die feuchten Winternebel im trockenen Küstengebiet oberhalb Limas für die Wasserversorgung nutzen zu können: grosse, senkrecht aufgespannte Plastiknetze 'filtern' das Wasser aus der Luft und leiten es in geeignete Speicher. Jedes der fünf Netze liefert bis zu 600 Liter Wasser pro Tag. Das Projekt wurde finanziert vom Global Exploration Fund (GEF), einer Initiative von National Geographic Deutschland und der Bayer AG.
Generell scheint dieses Verfahren geeignet zu sein, eine unabhängige Wasserversorgung in allen (Küstenwüsten-) Gebieten sicher zu stellen, in denen häufiger Nebel auftreten. zum Seitenanfang

Künstlicher Biosprit statt 'kühles Blondes'
19.11.2007, Frankfurt/Main:
Den Forschern der Arbeitsgruppe von Prof. Eckhard Boles am Institut für Molekulare Biowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt ist es mit Hilfe der Einschleusung künstlich synthetisierter Gene gelungen, die Hefe 'Saccharomyces cerevisiae' so zu verändern, dass sie aus Pflanzenabfällen 25 Prozent mehr Ethanol produziert, und das auch noch erheblich schneller als bisher. Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet. Weitere Versuche sollen nun zur Herstellung des als Autotreibstoff besser verwendbaren Butanols nach dem gleichen Verfahren dienen. zum Seitenanfang

Honda baut moderne Solarzellen
16.11.2007, Kumamoto/Japan:
Honda Soltec Co., Ltd., eine Tochtergesellschaft der Honda Motor Co., Ltd., hat am Montag dieser Woche ein Solarzellen-Produktionswerk eröffnet, das der Serienherstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarzellen dient. Diese aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen bestehenden Zellen (daher der Namen) sollen sich nach Angaben von Honda mit 50 Prozent weniger CO2-Emissionen als herkömmliche Siliziumkristall-Zellen produzieren lassen; die CIGS gehören zudem z.Zt. zu den effizientesten dünnschichtigen Solarzellen. Die gesammte Jahresproduktion von 27,5 Megawatt wird bis auf weiteres nur in Japan vertrieben. zum Seitenanfang

Energieautarke Solarfabrik
Cölbe, 12.11.2007:
Die Wagner & Co Solartechnik GmbH hat am vergangenen Freitag den ersten Spatenstich für eine Solarkollektoren-Fabrik getan. Nach Fertigstellung im Frühsommer 2008 sollen in der 5.300 Quadratmeter grossen Fabrik jährlich 200.000 Flachkollektoren gefertigt werden. Das Besondere an dieser Produktionsstätte: sie ist praktisch energie-autark praktisch und wird ausschließlich durch regenerative Energien versorgt. Möglich wird dieses Konzept durch umfangreiche Dämm- und Energiespar-Massnahmen, eine Regenwassernutzungs-Anlage, durch Solarkollektoren, eine grosse Photovoltaik-Anlage sowie eine Hackschnitzel-Heizung, die mit dem bei der Produktion anfallenden Abfall-Holz (Verpackung etc.) betrieben wird. zum Seitenanfang

Neuer Solarenergie-Speicher der DLR
Köln/Almeria, 08.11.2007:
Das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat einen Wäremespeicher für solarthermische Kraftwerke entwickelt, der es diesen Kraftwerken erlaubt, Energie auch während der Nachtphase zu liefern. Dieser Heißdampf-Speicher konserviert solar erzeugten Dampf mit Temperaturen über 200 Grad Celsius über mehrere Stunden und gibt ihn bei Bedarf wieder an das Kraftwerk ab, wo er in Strom umgewandelt werden kann. Der jetzt im europäischen Testzentrum für Solarenergie in Almeria/Spanien erstmals eingesetzte Latenzspeicher (Wäremespeicherung durch Umwandlung von Stoffen in einen anderen Agregatzustand) erreicht eine Leistung von 100 Kilowatt. Eine 1-Megawatt-Anlage mit Speicher-Temperaturen von 300 Grad Celsius ist in Planung. zum Seitenanfang

Wasserstoff selbst herstellen
Bochum, 02.11.2007:
Forscher der Ruhr-Universität Bochum) haben ein Verfahren entwickelt, mit Hilfe der Grünalge 'Chlamydomonas reinhardtii', Wasser und Sonnenlicht eine erhebliche Menge Wasserstoff zu erzeugen. Wie das Universitäts-Wissenschaftsmagazin 'Rubin 2007' in seiner Herbstausgabe berichtet) wird dazu die Alge auf harte 'Diät' gesetzt, in dem man ihr den wichtigen Nährstoff Schwefel entzieht, sie dadurch zwingt, Sauerstoff zu veratmen, weshalb es zu einer Wasserstoff-Produktion (Hydrogenase) kommt. Bisher benötigt man zur Strom-Produktion mittels Brennstoffzelle für eine vierköpfige Familie ca. 66 Kubikmeter Algenkultur, die sich wegen der erforderlichen geringen Wassertiefe (Lichtdurchlässigkeit!) auf ca. 340 Quadratmeter verteilen.
Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes 'Solar-H' versuchen die Bochumer nun, diesen Prozess zu optimieren. Da ist erstens ein halb-künstliches System, eine Biobatterie, die sich aus den Photosyntese-Systemen der Alge und und künstlichen elektrischen Leitern zusammen setzt. Zweitens versuchen die Forscher, die Hydrogenase auch in einfachere Blaualgen einzubauen, neuartige Fermenter einzusetzen und ein für die Algenproduktion optimales Rotlicht zu finden. Dabei hat dieser zweite, 'natürliche' Weg einen ganz entscheidenden Vorteil: die Algen können sich im Gegensatz zum halb-künstlichen System selbst vermehren; sie sind so kostengünstiger und langlebiger. zum Seitenanfang

Erstes Osmosekraftwerk im Bau
Oslo, 19.10.2007:
Der norwegische Energieriese 'Statkraft' baut am Oslofjord bei Hurum das erste Osmosekraftwerk der Welt. Dabei wird das Süßwasser eines Flusses durch eine Membran vom Salzwasser des Meeres in Behältern getrennt. Diese Membran ist zwar für die Wassermoleküle durchlässig, nicht aber für die Salze im Meerwasser. Da Flüssigkeiten die Tendenz haben, zwischen ihnen bestehende Konzentrationsunterschiede (hier: die erhöhte Konzentration von Salzen im Meerwasser) auszugleichen, strömt Süsswasser durch die Membran in die Salzwasser-Abteilung und baut dort einen erheblichen Druck - bis zu 27 bar - auf. (weitere Infos zur Technik hier) Dieser Druck lässt sich in elektrische Energie umwandeln.
Das Kraftwerk dient vorerst als Prototyp und noch nicht der regulären Stromversorgung. zum Seitenanfang

Solarrucksack für's Militär
Sidney/Canberra, 09.10.2007:
Wie The Sidney Morning Herald berichtet, stehen den australischen Soldaten als 'Energiespender' für ihre energie-intensiven Geräte (Radio, (Infrarot-)Nachtsichtgeräte, Telekommunikation) künftig Rucksäcke mit biegsamen Solarfolien an der Oberfläche zur Verfügung. Die 400 Gramm leichten Solar-Panels produzieren eine Leistung von bis zu 10 Watt/Quadratmeter und können selbst diffuses Licht wie im Dschungel oder unter Tarnnetzen verarbeiten; sie machen den Soldaten unabhängig von Energieliegerungen (Batterien, Stromanschluss) von aussen. Die verwenderten 'farbstoff-sensibilisierten Solarzellen', d.h. eingefärbten Solarzellen, passen sich farblich der soldatischen Tarnbekleidung an und wurden mit finanzieller Unterstützung der australischen Regierung von den australischen Firmen Dyesol und Sustainable Technologies International entwickelt. zum Seitenanfang

Immer mehr CO2
Münster/Berlin, 01.10.2007:
In einer Analyse der Daten zu weltweiten CO2-Emissionen des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin kommt das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster zu dem Ergebnis, dass der Trend in die falsche Richtung gehe: wurden 1990 noch 22,7 Milliarden Tonnen CO2 ausgestossen im Jahr 2000 noch 24,7 Milliarden Tonnen, so wurde im Jahr 2006 bereits die Marke von 30 Milliarden Tonnen CO2 überschritten.
Ein Grund für die Zunahme der Emissionen dürfte der Energieverbrauch der Infrastruktur des Internets sein, wie aus einem Bericht der Tageszeitung 'Die Welt' hervor geht. Danach verursacht das Internet mittlerweile genau so viele CO2-Emissionen wie der gesamte Flugverkehr; im Jahr 2005 waren umgerechnet rund 15 Atom-Reaktoren der 1300-Megawatt-Klasse nur für das Internet tätig; insbesondere Video-Angebote haben die Datenmengen seit 2005 bis heute praktisch verdoppelt. zum Seitenanfang

Alles bio! Alles gut?
Hamburg, 20.09.2007:
Auf der Fachtagung 'Energie, Ressourcen, Frieden' der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück bezeichnete Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker vor wenigen Tagen die Biotreibstoffe als größten Angriff auf die Biodiversität, da für den Anbau der benötigten Pflanzenmasse riesige Monokulturen notwendig seien, zumal sich die umweltfreundliche Herstellung von Zellulose-Ethanol aus pflanzlichen Abfällen noch in der Entwicklung befände.
Im August hatte bereits Professor Jan Lundqvist vom Stockholm International Water Institute (SIWI) auf der World Water Week die von dem expandierenden Energiepflanzen-Anbau ausgehenden Probleme für die begrenzten Wasserressourcen benannt. Das SIWI veranstaltete am 12.08., dem ersten Tag der Weltwasserwoche, ein Seminar unter dem Titel 'Water Implications of Future Bioenergy - Trade, Competition and Synergetic Interactions between Food and Bioenergy Production'. Die Problematik des Wasserverbrauchs der Bioenergie wird auch im dritten Kapitel eines aktuellen, 182 Seiten starken Memorandums (pdf, 2 MB) ('Scenarios on economic growth and resource demand') des die schwedische Regierung beratenden 'Swedish Environmental Advisory Council' dargelegt.
Auch das 'Sondergutachten Biomasse 2007' vom 12.07.2007, das von dem für die Beratung der deutschen Bundesregierung zuständigen Sachverständigenrat für Umweltfragen publiziert wurde, kommt in seiner Kurzfassung ab S. 2 ff. deutlich auf die Grenzen der Biomassenutzung zu sprechen (begrenzte Anbauflächen, Umweltgefährdungen).
Zu einem kritischen Ergebnis bezüglich der Ökobilanz verschiedener Biotreibstoffe wie Bioethanol, Biomethanol, Biodiesel und Biomethan kam bereits am 22. Mai eine Studie der schweizerische Forschungsinstitution Empa. Hier schnitten bei der energetischen Nutzung nur Abfall- und Reststoffe sowie Holz (Vergasung) gut ab. (Der Schlussbericht der Studie ist im Internet als pdf erhältlich.)

Die jetzt so plötzlich verbreitete Kritik an den mittlerweile vielfältig geförderten Biotreibstoffen ist erstaunlich, zumal die problematischen Fakten seit langem bekannt sind. Der Autor dieser Zeilen hatte z.B. auf einer Brasilienreise im September 1979 die Gelegenheit, Stand und Auswirkungen des seit 1975 laufenden, umfangreichen brasilianischen Alkohol-Programms zur Herstellung eines Benzin-Ersatzes auf Zuckerrohr-Basis zu untersuchen, und kam schon damals zu einem sehr kritischen Ergebnis. Der entsprechende Bericht wurde 1980 in einer Fachzeitschrift ('Entwicklungspolitische Korrespondenz') veröffentlicht. Da er heute kaum noch zugänglich ist, stelle ich ihn hier als Dokumentation zur Verfügung. Er zeigt die grundsätzliche Problematik eines grossflächigen Anbaus von Bioenergie-Pflanzen, an der sich auch heute noch nichts geändert hat.
Nachtrag 25.09.2007
Nach einem Bericht der Oberösterreichischen Nachrichten wird China seine Projekte für Biotreibstoff angesichts knapper Lebensmittel etc. einschneidend reduzieren und vor 2010 keine entsprechenden Projekte mehr neu starten.
Nachtrag 02.10.2007
Nach einem Berlicht der Berliner taz hat Spanien angesichts der steigenden Getreidepreise die Produktion seiner größten Bioethanol-Anlage gestoppt. Spanien ist - nach Brasilien und den USA - der weltweit drittgrösste Agrosprit-Produzent. zum Seitenanfang

Schmale Batterie
Troy/New York, 30.08.2007:
Forscher des Rensselaer Polytechnic Institute, der aeltesten technischen Hochschule der USA, haben einen Energiespeicher entwickelt, der einem (schwarzen) Stück Papier verblueffend aehnlich sieht und auch zu 90 Prozent aus Zellulose besteht. Der Speicher auf Basis nanotechnologischer Komponenten ist sehr leicht, sehr duenn und sehr flexibel. Sie funktioniert in einem Temparaturrahmen von rund minus 73 Grad Celsius bis zu ca. 148 Grad Celsius (-100 bis + 300 Grad Fahrenheit). Die wissenschaftlichen Grundlagen-Forschungen zu dieser Entwicklung wurden in den us-amerikanischen 'Proceedings of the National Academy of Sciences' publiziert. zum Seitenanfang

Schnelle Brennstoffzelle
Detroit, 20.08.2007:
Die 'Ford Motor Company' hat mit ihrem Ford Fusion Hydrogen 999 einen neuen Weltrekord fuer seriennahe Autos mit Brennstoffzellen-Antrieb aufgestellt. Der Ford erreichte auf dem Bonneville-Salzsee in Utah eine Geschwindigkeit von umgerechnet 333,6 Stundenkilometern (207,297 Miles/h). Das Fahrzeug wurde in Zusammenarbeit mit der Ohio-State-University und dem Brennstoffzellen-Hersteller Ballard entwickelt. Ford versteht seinen 'Fusion Hydrogen 999' als wichtigen Schritt in Richtung alltagstaugliche Brennstoffzellen-Fahrzeuge. zum Seitenanfang

Kleine blaue Maus
Delft, 10.08.2007:
Unter dem Namen 'Sole Mio' haben Forscher der TU Delft, der Niederlaendischen Organisation fuer wissenschaftliche Forschung sowie einige niederlaendische Universitaeten eine schnurlose Solarmaus entwickelt und in einer Kleinserie (15 Stueck) gebaut. Das kleine, blau-schimmernde Wunder benoetigt allerdings zum Aufladen immer noch Tageslicht vom Fenster. Die Forscher hoffen, bei erfolgreicher Weiterentwicklung dieser Technik jaehrlich mehrere 100 Millionen Batterien einsparen zu koennen. Eine der ersten Solarmäuse erhielt zu Testzwecken die niederlaendische Umweltministerin Cramer. zum Seitenanfang

Ein Paar: Brennstoffzelle und Solar
Pettenbach/Oesterreich, 02.08.2007:
Eine 'Energiezelle' , entwickelt von der Fronius International GmbH, soll die Potovoltaik rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr nutzbar machen - in einem Kreislauf von solarer Energiegewinnung, effizienter Wasserstoff-Speicherung und bedarfskonformer Nutzbarkeit bei anschliessendger Wiederverwendung des anfallenden Wassers. Technisch spaltet ein mit Solarstrom betriebener Elektrolyseur das beigegebene Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff, wobei der Wasserstoff in einem Tank zwischengespeichert wird. Von dort wird er bei Bedarf (Nacht, Schlechtwetter)in eine hybride Brennstoffzelle geleitet, die mit ihrer integrierten Wechselrichterelektronik das Kernstueck dieses Konzeptes darstellt und die sich derzeit noch im Vorserienstadium befindet. Die Brennstoffzelle wandelt den Wasserstoff in Gleichstrom und ueber die Wechselrichterelektronik in haushaltsueblichen Wechselstrom. Das hierbei anfallende Reaktionswasser kann erneut zur Herstellung des Wasserstoffs verwendet werden. zum Seitenanfang

Brennstoffzelle im Rechenzentrum
München, 15.07.2007:
Die Firma T-Systems, das Geschaeftskunden-Unternehmen der Deutschen Telekom, hat als erstes Unternehmen weltweit eine mit Biogas betriebene Brennstoffzelle) fuer den Dauereinsatz in einem Rechenzentrum in Betrieb genommen. Als Treibstoff fuer die Brennstoffzelle kommt gereinigtes Biomethan zum Einsatz, dass aus Mais gewonnen wird, der aus dem naeheren Umland stammt. Die Brennstoffzzelle gewaehrleistet Stromversorgung und Kuehlung des Rechenzentrums und macht es dauerhaft unabhaengig vom oeffentlichen Stromnetz. zum Seitenanfang

Geldquelle in der Welle
Heidenheim, 02.07.2007:
Die Firma Voith Siemens Hydro Power , ein Joint-Venture zwischen Voith und Siemens fuer die technische Ausruestung von Wasserkraftwerken, baut fuer den spanischen Energieversorger 'Ente Vasco de Energia' im baskischen 'Mutriku' das erste kommerziell betriebene Wellenkraftwerk der Welt. Bei Fertigstellung im Winter 2008/2009 sollen die 16 in die Hafenmole eingebauten und nach dem Prinzip der der oszillierenden Wassersäule (Oscillating Water Column - OWC) arbeitenden Wellsturbinen 300 KW erzeugen und rund 250 Haushalte mit Strom beliefern. Ein Projekt aehnlicher Groesse an der deutschen Nordseekueste ist in Planung. zum Seitenanfang

Energie vom Mond
Bristol/GB, 06.06.2007:
Die Firma Marine Current Turbines Ltd (MCT) aus Bristol wird ab 20. August in Strangford Lough/Nordirland das nach eigenen Angaben erste kommerzielle Gezeitenkraftwerk der Welt errichten. Die für eine elektrische Leistung von 1,2 Megawatt ausgelegte Anlage (zum Vergleich: das Kraftwerk bei St. Malo leistet 240 Megawatt) kann rund 1.000 Haushalte mit regenerativer Energie versorgen; sie soll zugleich als Prototyp für weitere entsprechende Anlagen dienen.
So wichtig Fortschritte in der Nutzung der durch den Mond hervorgerufenen Tidenkräfte auch sind, so ist doch die Begeisterung für solche Grossprojekte ein wenig zu relativieren: die Nutzung der Tidenkräfte ist nicht neu; in Form von Gezeitenmühlen gibt es seit über 1.000 Jahren: schon im Hochmittelalter fanden sich Gezeitenmühlen in fast allen europäischen Küstenstaaten, auch in Deutschland. Für eine schnelle energetische Nutzung der Gezeiten wäre es auch heute durchaus möglich, kleine und moderne Gezeiten(-mühlen)-kraftwerke an historischen Standorten aufzubauen. Dies würde nicht nur eine dezentrale Energieversorgung fördern, sondern auch das finanzielle und technische Risiko sowie die langen Vorlaufzeiten für solche Grossprojekte wie das in Nordirland vermeiden. zum Seitenanfang

Strom vom Baum
Canton/Massachusetts, 29.12.2005:
Die Firma MagCap Engineering, LLC hat jetzt ein Ladegerät nebst Schaltung vorgestellt, dass die elektrische Energie von Bäumen zur Aufladung kleiner Akkus nutzen kann. Das von dem Erfinder Gordon W. Wadle und Chris Lagadinos entwickelte Gerät besteht aus einem in den Baumstamm getriebenen Metallstab und einem Erdungsstab, der in den Boden gerammt wird. Eine Verbindungsschaltung filtert und verstärkt den Energieausstoss, so dass eine Batterie aufgeladen werden kann. Derzeit erzeugt das Demonstrationssystem 2,1 Volt, was genügt, um eine Nickel-Kadmium-Batterie mit angeschlossener LED-Lampe dauerhaft im aufgeladenen Zustand zu halten. Die Entwickler des inzwischen patentierten Systems schätzen, dass es durch die Weiterentwicklung in ca. einem halben Jahr möglich sein wird, 12 Volt und 1 Ampere Stromstärke zu erzeugen. Interessant ist an dem Verfahren auch, dass offenbar beliebig viele Stromabnehmer in den Baum gesetzt werden können, wobei jeder die gleiche Energiemenge von durchschnittlich 0,7-0,8 Volt erzeugt. Die Grösse des Baums scheint dabei bedeutungslos; allerdings steigt die Ausgangsspannung im Winter nach Abfall der Blätter auf 1,2-1,3 Volt pro Stromabnehmer. zum Seitenanfang

Neues Segmentkranz-Wasserrad
Pinneberg, 20.12.2005:
Wasserräder für Wassermühlen sind meist Unikate, die für die spezielle Situation einer Wassermühle extra angefertigt werden. Das schlägt sich natürlich im Preis nieder. Der Bauingenieur Hartmuth Drews hat nun ein Verfahren entwickelt, ein solches Wasserrad aus baugleichen Segmenten zusammen zu setzen - wie die beim Glieder-Armband einer Uhr: je groesser das benötigte Wasserrad, desto mehr Segmente werden zusammen geschraubt. Diese Segmentkranz-Wasserräder bestehen aus den Edelstahl-Schaufeln und langlebigen Lärchenholz-Armen. Für seine Entwicklung, die einen grossen Aufschwung für die Energieerzeugung in Klein-Wasserkraftwerken bedeuten kann, hat Drews Mitte November 2005 den 'W.I.N. Award' erhalten. zum Seitenanfang

Kurbelcomputer
Tunis, 16.11.2005:
Der robuste und unempfindliche Laptop (8-Zoll-Display, 500-MHZ-Prozessor, 1-GB-Flashspeicher) läuft mit dem freien Betriebssystem Linux und soll Schülern besonders in den armen Ländern der Dritten Welt an die moderne Informationsgesellschaft heranführen. Der Computer wird ab dem nächsten Jahr in grossen Stückzahlen produziert und über die Schulen in den Dritte-Welt-Ländern ausgegeben. Der Bildschirm des Laptops lässt sich auch bei Sonnenlicht gut lesen; mit einer Handkurbel lässt sich das Gerät aufladen, wobei eine Minute Handarbeit für ca. 30 Minuten Bildschirmarbeit ausreichen. Und: das ganze Kurbelcomputer-Projekt ist nicht das Werk irgendwelcher technologischer "Spinner". Es wurde vom renomierten MIT Media Lab entwickelt und in Tunis von Un-Generalsekretär Kofi Annan und dem IT-Papst Professor Nicholas Negroponte vorgestellt. zum Seitenanfang

Toshibas Mini-Brennstoff-Zelle
Tokio, 25.06.2004:
Dem japanischen Elektronik-Konzern Toshiba ist es nach eigenen Aussagen gelungen, einen Prototyp der weltweit kleinsten Direkt-Methanol-Brennstoff-Zelle (DMFC) herzustellen. Die Zelle ist 56 Milimeter (mm) lang, 22 mm breit und 4,5 mm hoch (inkl. Tank 9,1 mm). Bei einem Gewicht von nur 8,5 Gramm leistet sie 100 Milliwatt. Der 2 Kubikzentimeter grosse Tank für Methanol in 99,5 prozentiger Konzentration soll z.B. ausreichen, um einen MP3-Player 20 Stunden lang zu betreiben. Die neue Brennstoff-Zelle ist vor allem für den Einbau in kleinere portable Geräte bis hin zu kabellosen Headsets gedacht. zum Seitenanfang

Windenergie in schwerer See
Hamburg, 18.06.2004:
Nach einem Bericht der Wochenzeitung DIE ZEIT gibt es im weltgrößten Offshore-Windpark 'Horns Rev' vor der dänischen Nordseeküste erhebliche technische Probleme: wegen erheblicher Korrosionsschäden müssten alle 80 Windräder abgebaut und an Land repariert werden. Auch in anderen Offshore-Windparks gäbe es immer wieder völlig unerwartete technische Komplikationen. Diese unvorhersehbaren Schwierigkeiten hätten mittlerweile zu grosser Zurückhaltung bei potentiellen Investoren für die Windparks geführt. zum Seitenanfang

Erdöl am Ende?
Ascona/Schweiz, 18.05.2004:
Die schweizerische Anlegerzeitschrift Swiss Financial Report berichtet in einer Spezial-Ausgabe, dass die zu Jahresbeginn 2004 von der Internationale Energieagentur in Paris gemeldeten Welt-Erdölreserven bereits Makulatur sind und wohl erheblich nach unten korrigiert werden müssten. Die IEA war noch davon ausgegangen, dass die Reserven für 46 Jahre reichen würden.
In dem Bericht 'Swiss Financial Report' als einen der Gründe für die Prognose-Korrekturen eine Fehlschätzung des Erdöl-Konzerns 'Royal Durch Shell' an - neben der extrem steigenden Nachfrage in China und der wieder anziehenden US-Konjunktur.
Nachtrag 24.05.
Nach der heute erschienenen deutschen Ausgabe der Zeitschrift NATIONAL GEOGRAPHIC geht der britische Experte David Greene davon aus, dass die Weltproduktion ihren Hoehepunkt im Jahr 2016 erreichen werde - ausserhalb der Nahen Ostens sogar schon 2006. Andere Wissenschaftler halten den Hoehepunkt fuer bereits ueberschritten, zumal allein in den USA der Verbrauch in den naechsten 20 Jahren um 50 Prozent zunehmen soll.
Die o.a. Berichte werden offensichtlich gestützt durch die negative Reaktion der meisten OPEC-Staaten auf den jüngsten Vorschlag des Saudi-Arabischen Erdölministers, angesichts der hohen Ölpreise und der damit verbundenen Risiken für die Weltwirtschaft die Ölfördermengen zu erhöhen, um so den Preisanstieg zu bremsen. Es scheint, als würden einige Erdölländer bereits das ihnen mögliche Maximum fördern und über keine unerschöpflichen Reserven mehr verfügen. zum Seitenanfang

Grossverbraucher Kinderzimmer
Hamburg, 11.05.2004:
Nach einer repräsentativen Umfrage der Initiative EnergieEffizienz verfügen deutsche Jugendliche heute über eine sehr umfangreiche Ausstattung an elektronischen Geräten: 90 Prozent aller Jugendlichen besitzen Fernseher, Handy und Computer; ca. 70 Proznet nutzen Stereoanlage, DVD-Player und Videorekorder; ca. 50 Prozent haben Scanner und Spielekonsolen; 30 Prozent hantieren mit eigenem MP3-Player und Digitalkamera.
Allerdings: 50 Prozent der Jugendlichen schalten die Geräte nicht immer richtig aus. Und das kann jährlich bis zu 50 Euro Stromkosten durch dauerhaften Stand-by-Betrieb verursachen. zum Seitenanfang

NRW-Preis für Solar
Düsseldorf, 06.05.2004:
Für die Entwicklung eines neuartigen Solarzellentyps erhielt heute Dr. Tobias Repmann den zweiten Preis des Wissenschaftspreises des Landes-Nordrhein-Westfalen Der mit 10.000 EURO dotierte Preis wurde für eine Promotionsarbeit mit dem Titel 'Stapelsolarzellen aus amorphem und mikrokristallinem Silizium – Prozess- und Modulentwicklung' am Forschungszentrum Jülich verliehen. Durch die Kombination kostengünstig herzustellender amorpher Siliziumzellen mit leistungsfähigeren mikrokristallinen Siliziumzellen in 'Tandem-Solarzellen gelang ihm ein Zellentyp, der bei günstigen Produktionskosten 30-50 Prozent mehr Leistung erzeugt als amorphe Zellen. Zudem gelang ihm die Herstellung fabrikationsnaher Tandem-Module.
Den ersten Preis mit 20.000 EURO erhielt übrigens Dr. Henry Bosch für seine Arbeit zur höheren Energieausnutzung bei der Verbrennung fossiler Energieträger in Kraftwerken. zum Seitenanfang

Neue Energiespeicher
Roßlau/Elbe, 20.04.2004:
Auf der Hannover-Messe stellt die Firma rosseta Technik GmbH gleich zwei neue Energiespeicher vor:

  • Einen Schwungrad-Energiespeicher, dessen Kohlefaser-Schwungrad im Vakuum mit 25.000 Umdrehungen/Minute rotiert. Er kann innerhalb von 30 Sekunden 350 kW aufnehmen oder abgeben und soll zur Speicherung der Bremsenergie von Schienenfahrzeugen dienen.
  • Einen Druckgas-Speicher, der künftig mit einem Energieinhalt von 2 kWh und einer Leistung von bis zu 4 kW auf den Markt kommen soll. Er dient zur Speicherung von Strom aus Solarzellen, insbesondere in Inselnetzen.
Beide Speicher haben eine fast 'unbegrenzte' Lebensdauer, sind unabhängig von der Temperatur einsetzbar und kennen keine Selbstentladung. zum Seitenanfang

Koreanische Brennstoffzellen
Giheung, 15.04.2004:
Das Samsung Advanced Institute of Technology (SAIT) hat gemeinsam mit Samsung Electronics eine neue Methanol-Brennstoffzelle (DMFC) entwickelt. Mit dieser 100-Wh-Brennstoffzelle laesst sich ein Notebook durch nur 100 ml Methanol 10 Stunden unabhaengig vom Netzanschluss mit Energie versorgen. Durch neue Materialien der Nano-Technologie hat SAIT den Material-Aufwand für die benötigten Katalysatoren um 50 Prozent gesenkt. Zudem meint SAIT, durch sein Nano-Verbundsstoff-Konzept den 'methanol crossover' zu 90 Prozent verhindern zu können. zum Seitenanfang

Biogas im Algen-Reaktor
Gülzow, 02.04.2004:
Im Rahmen des von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) geförderten Projektes 'Effizienzsteigerung der Biogasnutzung durch Solarenergie (EBSIE)' (vgl. bio-energie.de) testet die Schmack Biogas AG im baierischen Schwandorf den Prototyp eines Algenreaktors. Die Algen sollen dabei nicht nur die 40 Prozent Kohlendioxid (CO2) aus dem Biogas filtern, die dessen Brennwert senken. Sie sollen auch das CO2 für das eigene Wachstum nutzen, damit man die so entstehende Biomasse anschliessend wiederum zu Biogas vergären und so den Gesamt-Wirkungsgrad erheblich steigern kann.
Derzeit geht es vor allem um die Ermittlung der geeignetsten Algenart und um Detailverbesserungen am Prototyp des Reaktors. zum Seitenanfang

Brennstoffzelle für mehrere Geräte
Hannover, 23.03.2004:
Auf des bis morgen in Hannover statt findenden Computermesse CEBIT stellt die Firma 'SFC Smart Fuel Cell AG' aus Brunnthal bei München den Prototyp ihres 'PowerBoy' vor. Diese Direktmethanol-Brennstoffzelle wiegt Dank Miniaturisierung nur 0,7 kg, bietet aber eine Laufzeit von bis zu 12 Stunden je Tankpatrone und damit eine deutlich Energiedichte als Lithium-Ionen-Akkus. Das ortsunabhängige Gerät kann gleichzeitig mehrere portable Stromverbraucher wie Notebooks, Kameras, Drucker, Fernseher, CD- oder DVD-Player versorgen.
Die Tankpatronen von der Grösse einer Zigaretten-Schachtel sind schnell auszuwechseln. SFC arbeitet mit Partnern an einem internationalen Standard für solche Tankpatronen. zum Seitenanfang

Solarzellen mit Kupferfolie
Hamburg, 22.03.2004:
Die 'Norddeutsche Affinerie AG (NA)', einer der grössten Kupferproduzenten der Welt, hat eine flexible Solarzelle mit einer Kupferfolie als Trägermaterial entwickelt. Bei einem Wirkungsgrad zwischen 6,5% und 10,4% wiegen die neuen Zellen nur noch 20% der konventionellen Exemplare und kosten in der Serienproduktion gerade einmal die Hälfte. Der Grund für die geringeren Kosten ist die effektive Produktion in grossen Rollen 'am laufenden Band' mittels eines galvanischen Beschichtungsprozesses, wobei anschliessend die Solarzellenbänder zu Streifen geschnitten, elektrisch verdrahtet und mit Schutz-Folien überzogen werden. Für die Produktion sucht die NA noch Partner. Der Produktionsstart der flexiblen und vielfältig einsetzbaren Zellen soll in drei Jahren erfolgen. zum Seitenanfang

Erdgas-Wäschetrockner auf dem Vormarsch
Berlin, 19.03.2004:
Derzeit sind in Deutschland zwei Typen im Angebot: der 'Novotronic T 478 G' der Firma Miele aus Gütersloh/Westfalen, und das Produkt der der Firma AZ Gastechnik GmbH aus Olbernhau/Sachsen. Die 'AZ Gastechnik' gibt für ihr Gerät 50 Prozent Energie- und 60 Prozent Betriebskosten-Ersparnis gegenüber konventionellen Elektro-Wäschetrocknern an. Dafür würde sich auch ggf. die Installation eines Gasanschlusses rechnen. Wer keine Möglichkeit hat, seine Wäsche zum Trocknen aufzuhängen, ist mit diesen Geräten bestens bedient.
Nicht übersehen darf man, dass auch diese Gasgeräte einen Stromanschluss für die Steuerelektronik und das Drehen der Wäschetrommel benötigen. Ideal wäre es deshalb, diese Geräte auch für den Betrieb mit Biogas einzurichten, wobei dann eine zusätzliche Brennstoffzelle die benötigte elektrische Energie liefern. zum Seitenanfang

Mit Biogas zur Konferenz
Berlin, 18.03.2004:
Die Mobilitäts-Dienstleistungen für die internationale Konferenz renewables 2004 (1.-4. Juni in Bonn), werden mit Biogas-PKWs und -Bussen erbracht, die ihren Treibstoff aus einer Biogas-Anlage in Soltau/Niedersachsen beziehen. Das ist das Ergebnis der Ausschreibung dieser Leistungen durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Gewinner der Ausschreibung ist ein internationales Konsortium aus mehreren Auto-, Erdgas- und Mineralöl-Konzernen unter Führung der avacon AG aus Helmstedt/Niedersachsen. zum Seitenanfang

Tretmobil mit Rückenwind
Darmstadt/Bremen, 08.03.2004:
Es ist bereits der sechste Prototyp eines HPV ('hunan powered vehicle'), den die Projektgruppe Läufer der TU Darmstadt baut. Diesmal wurde das innovative Fahrzeug in Bremen vorgestellt, um die neue Zusammenarbeit mit dem Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft zu unterstreichen.
Das zweisitzige Fahrzeug besitzt einen stromlinigen Wetterschutz (allerdings ohne Seitenverkleidung), komfortable Sitze, einen elektrischen Zusatzantrieb und - auf Grund der hinteren Verkleidung - ein gutes Potential, um Rückenwind auszunutzen. Fachleute attestieren dem Fahrzeug eine unkonventionelle und zukunftsweisende Konstruktion. zum Seitenanfang

Notfall-Photovoltaik
Freiberg/Sachsen, 05.03.2004:
Die Firma Soli fer hat ein System entwickelt, mit dem Solarkollektoren auch bei einem totalen Netzausfall weiter betrieben werden können. Dazu werden in die Glasfelder der Kollektoren Photovoltaik-Module integriert. Der Solarstrom wird per Akku gespeichert und mit Hilfe eines Wechselrichters auf Netzfrequenz transformiert. Bei einem Netzausfall schaltet sich das Gerät automatisch ein und versorgt die Pumpen weiterhin mit Energie, sodass die Kollektor-Anlage weiter betrieben werden kann.
Diese Technik könnte zudem künftig die Chance bieten, Kollektor-Anlagen grundsätzlich ohne Netzanschluss zu betreiben. zum Seitenanfang

Biogasanlagen im Vergleich
Gülzow, 27.02.2004:
Um die Entscheidung zu erleichtern, bietet die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Interessenten kostenlos die neue Veröffentlichung 'Biogas - 12 Datenblätter' an. Dieser Vergleich von zwölf verschiedenen Typen beruht auf einem umfangreichen, wissenschaftlichen Biogas-Messprogramm, welches die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) durchgeführt hat. Die Veröffentlichung ist über die Seite bio-energie.de zu beziehen (dort unter 'Biogas'), kann aber bisher nicht herunter geladen werden. zum Seitenanfang

Medizin-Kühlschrank ohne Steckdose
Osnabrück, 24.02.2004:
Nach einer Pressemeldung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt die Stiftung die Entwicklung eines Solar-Kühlschranks für hitzeempfindliche Medikamente mit ca. 50.000 Euro. Das Kühlgerät soll den Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Transporte in Klimazonen bis zu 32 Grad entsprechen.
Die technische Entwicklung des Kühlschranks bzw. der Kühlbox übernehmen die Firmen Phocos aus dem baden-württembergischen Illerkirchberg, welche bereits über Erfahrung mit Solar-Kühlschränken verfügt, sowie die Firma va-Q-tec aus Würzburg, ein Spezialist auf dem Gebiet von Isoliermaterialien. va-Q-tec will als Isolierung mit Aluminiumfolie ummantelte Platten aus porösem Quarzpulver verwenden, die dann evakuiert werden, um eine ideale Dämmung zu erhalten. Der Solar-Kühlschrank soll im Durchschnitt weniger als zehn Watt verbrauchen und ohne Stromanschluss im Dauerbetrieb laufen können. Als Energiequelle für die Nacht wird ein Speicher-Akku oder ein integrierter Kältespeicher dienen. Wenn das Projekt erfolgreich umgesetzt ist, wollen die Entwickler tropentaugliche Kühlboxen für Temperaturen über 32 Grad in Angriff nehmen. zum Seitenanfang

Neues Solarkollektor-Glas
Clausthal/Mitterteich, 21.02.2004:
Das Glas mit einer neuen Entspiegelungs-Beschichtung soll herkömmliche Gläser ersetzen, die bei Parabolrinnen-Receivern die in der Brennlinie liegenden schwarzen Absorberröhren ummanteln. Bisher war es nicht möglich, eine Entspiegelungsschicht dauerhaft auf dem verwendeten Borosilicatglas anzubringen. Eine solche Beschichtung ist aber sinnvoll, damit nicht durch die Reflektion des Glases Sonnenenergie verloren geht und der Wirkungsgrad des Kollektors sinkt. Diese Probleme wurden im Rahmen des Projektes Poröses SiO2 als Antireflexionsschicht für Solarverglasungen an der Universität Clausthal gelöst: eine nur 110 Nanometer dicke Schicht aus porösem Siliciumdioxid erhöht die Lichtdurchlässigkeit der Glasröhren um bis zu sieben Prozent.
Die SCHOTT-Rohrglas GmbH liefert jetzt 165.000 Röhren unter der Markenbezeichnung DURAN-Röhren an solarthermische Grossanlagen in Kalifornien. zum Seitenanfang

Billigere Solarzellen durch Plasmatechnik
Jülich, 09.02.2004:
Die Arbeitsgemeinschaft Solar NRW teilt mit, dass verschiedene Firmen und Forschungseinrichtungen sich in einem Verbundprojekt zusammen getan haben, um ein neues Ätzverfahren zur Serienreife zu entwickeln. Wurde bisher teure und aufwändige nasschemische Ätzmittel verwendet, um im Produktionsprozess das 'Phosphorglas' von der Zellen-Oberfläche zu entfernen, so will man künftig ein Plasma aus schnellen, ionisierten Atomen dafür einsetzen. Die Trocken-Ätzung mit Plasma ermöglicht auch Passivisierung der Vor- und Rückseiten der Zellen gegen den Verlust von Elektronen (die ja möglichst vollständig in elektrischen Strom umgewandelt werden sollen) in einem Maschinengang.
Die Forschungs-Ergebnisse sollen dann bei einer dritten Produktionslinie der Solarzellenfabrik von Shell-Solar in Gelsenkirchen zum Einsatz kommen. zum Seitenanfang

Neue BSZ-Membran
Tokio, 02.02.2004:
Fujitsu Laboratories Ltd., ein Tochter-Unternehmen des japanischen Fujitsu-Konzerns, hat nach eigenen Angaben eine Membran für seine Brennstoffzellen (BSZ) entwickelt, die Methanol-Konzentrationen von bis zu 30 Prozent verträgt, ohne dass die Membran vom Methanol angegriffen wird und es zu einem Anstieg des sogenannten 'methanol crossover effects' kommt. Die neue Membran wurde in den Prototyp einer BSZ-Einheit eingebaut. Dieser Prototyp kann mit 300 Mililiter 30-prozentigem Methanol ein PC-Notebook für 8-10 Stunden betreiben; er ist nur 15 Millimeter dick und leistet 15 Watt. zum Seitenanfang

Neue Energiequelle
Bremen, 28.01.2004:
Für das Heizen von Gebäuden und die Bereitung von warmen Wasser lässt sich die Abwasser-Wärme der öffentlichen Kanalisation wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll nutzen. Das hat eine Studie der Bremer Energie-Konsens GmbH etzt heraus gefunden. Die Studie geht dabei von der Situation in Bremerhaven aus, wo täglich ca. 17,5 Millionen Liter Abwässer mit einer Durchschnittstemperatur von 14° Celsius anfallen. Die Studie, die mehrere technische Nutzungssysteme aufführt, kann im pdf-Format kostenlos heruntergeladen werden: Potenzialstudie Abwasser (2,1 MB)
Das Verfahren wird dann besonders interessant werden, wenn entsprechende kostengünstige Systeme es dem einzelnen Haushalt erlauben, die Wärme des eigenen Abwasser zurück zu gewinnen - ganz gleich, ob sie aus der Waschmaschine oder von einem warmen Sommerregen stammt.
Die Reduktion der Wärme des Abwassers hat zudem den Vorteil, dass sich darin befindliche Keime weniger gut vermehren können. zum Seitenanfang

Brandneue Brennstoffzellen
Mountain View/Duisburg, 23.01.2004:
PolyFuel, einem kalifornischen Hersteller von Brennstoffzellen-Membranen, ist nach eigenen Angaben ein technologische Durchbruch bei den Membranen für Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (Direct Methanol Fuel Cell=DMFC) gelungen. Die neuen Membranen zeichnen sich durch einen höheren Wirkungsgrad, einen geringeren Methanol-Wasser-Austausch und eine grössere Stabilitätbei höheren Methanol-Konzentrationen aus. Muster der neuen Membran-Technik würden derzeit für die weltweit führenden Hersteller von Unterhaltungs-Elektronik und andere Entwickler von DMFCs bereit gestellt.
Während dessen stellt das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik/Duisburg auf der Messe BOOT 2004 (17.01.2004 - 25.01.2004)in Düsseldorf eine kompakte Zusatz-Stromversorgungs-Einheit (APU=auxiliary power unit) für Segelboote vor, damit die Boote künftig nicht nur zum Aufladen der Akkus den Dieselmotor anwerfen müssen. Die 300 Watt starke Brennstoffzellen-Anlage wird mit im Handel überall erhältlichen Propan-Gas betrieben, welches in der Anlage entschwefelt und zu Wasserstoff aufbereitet wird. Eine 5-kg-Propangasflasche reicht zwei Wochen lang für die Stromversorgung an Bord. zum Seitenanfang

Energie vom Rücken
Montreal, 20.01.2004:
Der elektrische Strom für mobile Anwendungen wie Handys, MP3-Player, GameBoys etc. soll künftig direkt auf dem Rücken des Benutzers produziert werden und damit die Geräte unabhängig von der Lasekapazität der Akkus machen. Das ist die Idee einer neuen Solarjacke, die vom kanadischen Solarhersteller ICP Solar Technologies in Zusammenarbeit mit dem US-Bekleidungsproduzenten SCOTTeVEST LLC entwickelt wurde.
Dünne, flexible Solarzellen liefern die Energie über eingebaute Kabel direkt an die Verbrauchsgeräte oder laden die ebenfalls in die Jacke integrierten Akkus auf. Die Zellen gelten als sehr dauerhaft und selbstreparierend. Die Jacke erstmals auf der internationalen Verbraucherelektronik-Messe CES in Las Vegas vom 8.-11. Januar 2004 vorgestellt; der Vorverkauf der Jacken beginnt im Februar zu Preisen von 200-400 US-Dollar. zum Seitenanfang

Durchbruch bei organischen Solarzellen
München, 08.01.2004:
Jetzt ist es Forschern der Firma Siemens gelungen, die Leistung organischer Solarzellen von drei auf fünf Prozent zu steigern. Damit wird ein breiter Einsatz dieser Technik möglich. Denn die Zellen lassen sich auch grossflächig auf dünne, biegsame Folien drucken, sind billig, leicht und flexibel. Siemens erwartet erste Produkte mit dieser Technik bereits für 2005 auf dem Markt. zum Seitenanfang

Erdbebensicherer Lehmbau
Kassel, 06.01.2004:
Alte Lehmhäuser in Erdbebengebieten wie Argentinien, Peru oder El Salvador haben über Jahrhunderte den Erdstössen getrotzt. Darauf weist das Forschungslabor für Experimentelles Bauen am Fachbereich Architektur der Universität Kassel hin. Nicht das Baumaterial Lehm, sondern die Bautechnik sei Schuld an dem flächendeckenden Einsturz der Häuser im Iran. Nach den neuesten Forschungen lassen sich Lehmbauten durch die Wahl des richtigen Grundrisses (quadratisch oder rund) und der richtigen Dachform, durch Stabilisierung der Mauerecken, durch Einsatz von Ringbalken und Bambus- bzw. Holz- Armierung der Mauern relativ erdbebensicher bauen.
Die Kurzfassung der entsprechenden Veröffentlichung 'Erdbebensichere Häuser aus Lehm' von Professor Dr.-Ing. Gernot Minke kann als PDF herungergeladen werden. zum Seitenanfang

Jahresputz 2003
Hamburg, 31.12.2003:
Hier sind sie also - die Meldungen, die der eine Leser nicht vermisst und der andere schon längst erwartet hatte:

  • 16.12.: Die Firma FuMA-Tech will zusammen mit zwei weiteren Industrieunternehmen und zwei Forschungsinstituten im Rahmen eines seit seit Juni 2003 laufenden und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)geförderten Drei-Jahre-Projektes Brennstoffzellen-Systeme auf Basis erheblich günstigerer Komponenten herstellen.
  • 26.11.: Independent Natural Resources Inc. (INRI), Edina/Minnesota/USA, testet ihr neues Wellenenergie-System 'SEADOG'im 'Offshore Technology Research Center' der Texas A&M University.
  • 19.11.: Wenn es nach der FNR geht, wird der Landwirt zum Stromerzeuger: der Ertrag von einem Hektar Mais reicht aus, um bei einer Verstromung den Jahresstrombedarf von fünf Haushalten mit je 2-3 Personen zu decken.
  • 12.11.: Bundesumweltminister Jürgen Trittin nimmt das erste deutsche Erdwärme-Kraftwerk in Betrieb (in Neustadt-Glewe/MVP) und startet damit die geothermische Stromerzeugung.
  • 28.10.: Das Duisburger Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) hat, unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen 'Otto von Guericke', herausgefunden, dass Mikro-Gasturbinen (E-Leistung: 30 bis 200 kW) auch genügend Prozesswärme für den Bedarf mittelständischer Unternehmen erzeugen können.
  • 23.10: Forscher des Max-Planck-Instituts für Meteorologie haben nachgewiesen, dass ein massiver Einsatz von Wasserstoff aus regenerativen Energie-Quellen in H2-Brennstoffzellen weltweit für sauberere Luft sorgen könnten.
  • 07.09.: Professor Derek Lovley und andere Forscher der University of Massachusetts-Amherst haben ein biotechnologisches Verfahren entwickelt, mit Hilfe des Bakteriums 'Rhodoferax ferrireducens' Zucker direkt in Elektrizität umzuwandeln, und das kontinuierlich über einen längeren Zeitraum.
  • 27.06.: Im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichen US-Forscher unter dem Titel 'A Catalyst for Clean Hydrogen Production' ihre Methode, aus Abfällen Wasserstoff zu gewinnen. Das Team um Professor James Dumesic von der University of Wisconsin—Madison hat ein effektives und einfaches Verfahren entwickelt.
  • 09.06.: Durch stärkere Nutzung der Wasserkraft könnten in Deutschland zwei bis drei Atomkraftwerke abgeschaltet werden, wie die Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg auf Grund wissenschaftlicher Studien und historischer Nutzungszahlen berechnet hat.
  • 29.04.: Die En-O-Trak System GmbH nimmt Ihre zweite Pilotanlage auf dem Campus der BTU Cottbus in Betrieb. En-O-Trak baut Container mit entsprechender Infrastruktur, die es ermöglichen, einen Traktor als Strom- und Abwärme-Produzenten einzusetzen, und ihn so mehr als die sonst üblichen 10 Prozent der Zeit zu nutzen. Das Verfahren ist, insbesondere beim Einsatz von Pflanzenöl/Biodiesel für die Landwirte interessant.
  • 15.04.: Professor Cliff Johnston von der Purdue-Universität gelingt es in Zusammenarbeit mit Forschern der Katholischen Universität Leuven, eine nur einen Nanometer dicke Schicht aus Lehmpartikeln herzustellen. Dieses billige Material soll die Grundlage für weitere, haltbare Hybrid-Materialien mit organischen Stoffen bilden.
  • 26.03.: eine neue Bio-Batterie läuft nach einem Bericht des Magazins 'New Scientist' mit einem 'Schuss' Wodka. Kern der Batterie ist eine neues Polymer, das die empfindlichen Enzyme schützt, die zur Verarbeitung des Ethanols gebraucht werden.
  • 20.03.: Kompost-Toiletten sind nach Meinung der Experten auf dem World Water Forum der beste Weg, die weltweiten Sanitärprobleme in den Griff zu bekommen. Konventionelle Abwassersysteme verbrauchen hingegen nicht nur zu viel wertvolles Wasser, sondern verschmutzen es auch, und können in armen Ländern zu erheblichen Problemen führen.
  • 08.03.: Der Milch-Farmer Dennis Haubenschild aus Princeton/Minnesota versorgt mit dem Dung seiner 800 Kühe, einer Biogasanlage und einem 150-kilowatt-Generator nach einem Bericht von ABC-News seine Farm und 80 benachbarte Häuser mit elektrischem Strom.
  • 18.02.: Die Firma SkySails testet erfolgreich ihren Prototyp 2 in der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt. Das SkySail ist ein steuerbarer Drachen für (Motor-)Schiffe, der einen minimalen Am-Wind-Kurs von 50 Grad erlaubt und erhebliche Mengen Treibstoff spart.
  • 07.02.: Der in Ventura Harbor/Kalifornien beheimatete Herrsteller von Brennstoff-Zellen, HaveBlue beginnt mit den Tests seines in der Entwicklung befindlichen Brennstoffzellen-Systems für Segel- und Motoryachten; Testobjekt ist eine 42-Fuss-Catalina-Segelyacht vom Typ OCEAN
  • 27.01.: Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP hat einen Lack mit einem piezoelektrischen Polymer (ein Vinylidenfluorid-Kopolymer) entwickelt, der Druck und Schwingungen misst. Dieser Erfolg des Forschungsbereichs Funktionale Polymersysteme eröffnet weitere Anwendungen, z.B. in der Alarm-, Bauteilprüf- und Verkehrstechnik.
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