finetech.net - Infoportal und Museum fuer erneuerbare Energie

Archiv

Hier finden Sie Beitraege und Nachrichten, die aelter als zwei bis drei Monate sind. Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, dass wir Beitraege aus Newsgroups schon aus urhebrerrechtlichen Gruenden hier nicht archivieren.


Bild der Monats 05/2008: Kugelkopf-Schreibmaschine
Diese Kugelkopf- oder besser: Rollen-Schreibmaschine wurde 1913 unter dem Namen "Weltblick-Schreibmaschine" für 125,-- Reichsmark von der Firma Groyen&Richtmann in Köln angeboten. Das Beispiel zeigt, dass manche als modern empfundene Technik (Kugelkopf-Schreibmaschinen galten als modern in den 1960er/1970er Jahren) schon viel früher existierte, bevor sie elektrifiziert und dann von der Industrie als grosse Innovation hinausposaunt wurde.

Bild der Monats 08/2007: Lava-Landwirtschaft
Früchte aus dem Lavafeld: die Landwirtschaft auf der Kanaren-Insel Lanzarote hat gelernt, weitgehend ohne künstliche Wasserzufuhr auszukommen. Daher gräbt man grosse, kegelförmige Vertiefungen in die Lava-Asche und schützt sie oben, nach Norden hin, mit kleinen Steinwällen. Diese halten den Wind ab und speichern zusätzlich die Sonnenwärme, um sie abends langsam anzugeben. Am tiefsten Punkt dieser Kuhlen pflanzt man meist Weinreben, bisweilen auch - wie hier - Zitrusfrüchte. Nachts schlägt sich der Tau aus der Luft nieder und rinnt hinab zur Pflanze unten in der Mitte des Kegels. Die Weinreben kommen so ganz ohne künstliche Bewässerung aus; nur die safthaltigeren Zitrusfrüchte brauchen zusätzliches Wasser.

Bild der Monats 03/2006: Kornsortierer
Solche Sortierer fuer Körner und Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen) wurden in Schweden Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelt. Oben schüttet man Saat-Körner unterschiedlicher Sorte/Größe hinein. Durch die entstehende Fliehkraft beim Herunterrutschen werden die schwereren Körner nach aussen gedrängt, während die leichteren auf der "Innenbahn" bleiben. Am Ende fangen zwei Eimer die Körner der verschiedenen Bahnen auf. Durch diese Technik war es z.B. möglich, verunreinigtes/vermischtes Saatgut schnell und einfach zu trennen.

Bild der Monats 11/2005: Palmkern-Mühle
Eine traditionelle Palmkern-Mühle in Betancuria/Fuerteventura. Das grosse Kurbelrad für den Handbetrieb zeigt deutliche, wieviel Kraft man aufbringen musste, damit das relativ kleine Mahlwerk die Palmkerne zerkleinern konnte. Aus den Palmkernen wurde Öl gewonnen, die Abfälle teilweise als Viehfutter benutzt

Bild der Monats 07/2005: Sechs-Flügel-Mühle
Auf Fuerteventura, besonders im Viereck Tefia - Castilla del Angel- Antigua - Betancuria sind fünf- oder mehrflügelige Mühlen keine Seltenheit.
Warum das so ist, ist nicht klar; generell gibt es folgende mögliche Gründe für die Verbreitung dieses speziellen Typs:

  • der Typ leistet mehr, d.h. läuft schneller an, arbeitet auch bei weniger Wind etc. Hierführ konnten aber keine Belege gefunden werden.
  • es war mal eine Mode: irgendjemand hat es ausprobiert, andere fanden es schick und dann haben es alle so gemacht.
  • der Mühlentyp erlaubt die Verwendung von mehreren, dafür aber kleineren Hölzern für die Flügelarme - auf einer Insel mit wenige Holzreichtum ein u.U. wichtiges Argument

Neue Brennstoff-Zellen
Wenngleich es keine der Innovationen bis unter den Weihnachtsbaum schaffen wird, ist auch am Jahres-Ende die Bennstoffzellen-Technik sehr aktiv ...
Hamburg, 16.12.2003:
Nach Berichten von cnet asia und Infoworld.com hat der Hitachi-Konzern in Zusammenarbeit mit der Firma Tokai, u.a. Hersteller von Einwegfeuerzeugen, den Prototyp einer miniaturisierten Direkt-Methanol-Brennstoff-Zelle (DMFC) gebaut, die ab 2005 serienmässig in PDAs/Handhelds eingebaut werden soll. Der Zellen-Prototyp arbeitet mit einer Methanol-Konzentration von 20-30 Prozent, hat eine Länge von fünf bis sechs und einen Durchmesser von einem Zentimeter. Hitachi ist neben NEC und Toshiba der dritte japanische Grosskonzern, der sich stark in der Entwicklung von Brennstoff-Zellen engagiert.
In Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT eine MCFC-Brennstoffzellen-Anlage in den Testbetrieb genommen, die Klärgas in Strom umwandelt. Die Anlage im Klärwerk Wuppertal-Kohlfurth hat eine elektrische Leistung von 1 kw und wird mit einem auf 650 Grad Celsius erhitzen Gas beschickt, welches zuvor gereinigt, befeuchtet, sowie in Wasserstoff und Kohlenstoff aufgespalten wurde. Die MCFC-Brennstoffzelle stammt von dem italienischen Hersteller Ansaldo zum Seitenanfang

Papierdünne Solarzellen
Künftige Solarzellen sollen nicht nur leistungsfähiger, sondern auch flexibler, kostengünstiger und material-sparender sein. Jetzt hat das 'Fraunhofer Institut einen neuen Typ und das dazu gehörige Herstellungs-Verfahren vorgestellt ...
Freiburg, 04.12.2003:
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben im Labor jetzt eine 37 Mikrometer (µm) dünne kristalline Silizium-Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 20,2% hergestellt (heutige Industriezellen: 300 µm/=0,3 mm bei 16% Wirkungsgrad). Zu dem hohen Wirkungsgrad kommt das patentierte, kostengünstige LFC(Laser Fired Contacts)-Verfahren. Dabei wird die Aluminium-Schicht direkt auf die Passivierungs-Schicht aufgedampft. Anschließend brennt man mit einem Laser innerhalb einer Sekunde das Metall durch, um so die lokalen Kontakte herzustellen. Das Fraunhofer-Institut sieht in seiner Presse-Mitteilung (datiert auf den 09.12., aber schon diese Woche veröffentlicht), den für diese Zellen bisher auf den Bereich Luft- und Raumfahrt beschränkten Markt auch auf andere Bereiche auszudehnen. Das gesamte Projekt wird vom 'Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit' (BMU) gefördert.
Ebenfalls zu papierdünnen Solarzellen forscht in Deutschland das Projekt 'Innocis' (=Innovation aus Kupfer, Indium, Selen), an dem u.a. die Firma Solarion und das Institut für Mineralogie, Kristallographie und Materialwissenschaft (IMKM) der Universität Leipzig beteiligt sind. Dieses Projekt wird finanziert vom 'Bundesministerium für Bildung und Forschung'(BMBF). zum Seitenanfang

Berlins H2-Tankstelle
Wer künftig Wasserstoff-Autos fahren will, muss jetzt die entsprechende Infrastruktur in Form von Tankstellen schaffen. Heute wurde in Berlin der Grundstein für die erste öffentliche H2-Tankstelle gelegt ...
Berlin, 25.11.2003:
Die Tankstelle entsteht Messedamm und wird von der Aral AG betrieben. Ab Ende 2004 sollen die ersten Fahrzeuge mit Wasserstoff in kälte-verflüssigter Form oder als Druckgas betankt werden; auch normales Benzin und Biokraftstoffe wird die Station anbieten.
Gefördert von der Bundesregierung, läuft das Projekt im Rahmen der Clean Energy Partnership (CEP), der Unternehmen wie Aral, BMW, Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), DaimlerChrysler, Ford, GM/Opel, Hydro/GHW, Linde und Vattenfall Europe angehören. Im Rahmen dieser Partnerschaft geht es darum, dass die Firmen ihre neu entwickelte Technik (Fahrzeuge, Energie-Anlagen) im Rahmen eines grossen Praxistests auf deren Alltags-Tauglichkeit überprüfen.
Im Berliner Wedding gibt es bereits seit rund einem Jahr eine nichtöffentliche H2-Tankstelle der BVG, die zusammen mit der Deutschland-Tochter des französischen TotalFinaElf-Mineralölkonzern betrieben wird. Der Shell-Konzern hatte bereits im April auf Island seine erste Wasserstoff-Tankstelle eröffnet wir berichteten zum Seitenanfang

Spiele-Power
Wer seine 'GameBoy'-Spielekonsole länger traktiert, hat nicht immer einen Ersatz-Akku oder einen Netzanschluss in der Nähe. Aber von solchen 'Fesseln' kann sich der Spieler jetzt endgültig frei machen ...
Wembley/GB, 22.11.2003:
Die britische 'Logic3 International Ltd' hat ein neues Solarladegerät für die Spiele-Konsole 'GameBoy' vorgestellt. Der unter dem Namen GBA-SP Solar Recharger firmierende Lader sieht äusserlich dem Original-'GameBoy' ähnlich. Klappt man ihn auf, so fällt das Licht auf zwei Solar-Panels. Das Gerät verfügz selbst über eine 1000mA-Batterie und kann bei vollem Sonnenlicht einen GameBoy innerhalb von vier Stunden aufladen. Der Preis beträgt £29.99 inkl. Steuer (VAT)
Der GBA-SP Solar Recharger ist bereits das zweite Zusatzladegerät für die Spiele-Konsole innerhalb kurzer Zeit: schon im Juni 2003 hatte der ostasiatische Unterhaltungselektronik-Vertrieb 'Lik-Sang' (gehört zur 'Pacific Game Technology [Holding] Ltd. mit Sitz in Hongkong) unter dem Namen SP Mini Winding Handle Charger ein Ladegerät mit einem Kurbeldynamo angekündigt (siehe ähnliche Produkte in unserem Museum). Das Gerät sollte bei acht Minuten Kurbeln die Spielekonsole 15 Minuten lang mit Strom versorgen. Offensichtlich ist es aber bis jetzt noch nicht im Angebot. zum Seitenanfang

Solare Trinkwasser-Entsalzung
Sauberes Trinkwasser ist Süsswasser, und das ist für rund ein Viertel der Menschheit nicht ausreichend verfügbar. Eine neue Entwicklung von Bochumer Forschern kann diese Situation verbessern ...
Bochum, 05.11.2003:
Klein, platzsparend und mit Teilen aus dem Baumarkt gebaut - so sieht der Prototyp einer neuartigen Trinkwasser-Entsalzungsanlage aus, den Professor Dr.-Ing. Marcus Petermann und Dr.-Ing. Thomas Brendel an der Ruhr-Universität Bochum (Lehrstuhl für Verfahrenstechnische Transportprozesse) entwickelt haben. Der Entsalzer (Kosten: 10.000,-- EURO, bei Serienfertigung erheblich billiger) verwendet Luft als Wärmetransportmittel und lässt sich deshalb mit niedrigeren Temperaturen betreiben, als die herkömmlichen, teuren Entsalzungsanlagen. Die Anlage wird nach Mitteilung der Universität Bochum mit Sonnenenergie betrieben; es lassen sich aber auch andere Wärmeenergie-Quellen einsetzen. Die Leistung liegt bei 20 Litern Trinkwasser pro Tag und Quadratmeter Kollektorfläche, wenn man von einer Sonnenscheindauer von zumindest 10 Stunden ausgeht. Die Forschungen werden im Rahmen des Projektes 'Soldes' von der Europäischen Union finanziert. zum Seitenanfang

Neue Metall-Legierung für Brennstoffzellen
Bevor die Brennstoffzellen den Massenmarkt erobern können, muss ihre Effizienz gesteigert werden. Hierfür gibt es neue, werkstofftechnische Erfolge ...
Jülich, 04.11.2003:
Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich um Dr. Willem Josef Quadakkers (Institut für Werkstoffe und Verfahren der Energietechnik 2) haben eine Metalllegierung entwickelt, die es erlaubt hitzeresistente, langlebige 'Interkonnektoren' für Hochtemperatur-Brennstoffzellen in Gross-Serien herzustellen. Diese Interkonnektoren verbinden Brennstoffzellen-Einheiten zu den grösseren Einheiten im Bereich der Hochtemperatur-(SOFC)-Brennstoffzellen, welche als effektivster und damit zukunftsträchtigster Zweig der Brennstoffzellen-Technologie gelten.
Bisher wurden die Interkonnektoren der Hochtemperatur-(SOFC)-Brennstoffzellen aus Chromlegierungen hergestellt, um eine zu starke Ausdehnung bei den hier auftretenden Temperaturen von rund 900 Grad Celsius zu vermeiden. Problem: das Chrom verdampfte teilweise und beschädigte andere Bereiche der Zelle. Bei dem neuen Werkstoff 'Crofer 22 APU' bildet sich an der Oberfläche der Interkonnektoren eine Schutzschicht aus Chrom-Manganoxid, welche die Chromabdampfung stoppt und zugleich elektrisch leitfähig ist.
Das Forschungszentrum Jülich teilt mit, dass die neue Legierung bereits vom Konzern ThyssenKrupp produziert und demnächst bei BMW in Brennstoffzellen-Systemen zur zusätzlichen Energieversorgung der Autoelektrik eingesetzt wird. zum Seitenanfang

Wasser als Kältemittel
Bisher bestanden die Kühlmittel in Kühlschränken aller Art aus komplexen chemischen Verbindungen, die z.T. auch teuer und für die Umwelt gefährlich waren. Das muss künftig nicht mehr so sein ...
Dresden, 29.10.2003:
Nach einem Bericht des BINE-Informationsdienstes stehen Kompressions-Kältemaschinen mit Wasser als Kältemittel kurz vor der Serienreife. Dem Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK) in Dresden ist es offensichtlich gelungen, die beim Einsatz dieses Kältemittels auftretenden Probleme in den Griff zu bekommen. Dazu gehören insbesondere die doppelt so hohen Verdichtungsverhältnisse, die dreihundert mal gösseren Duchströmungsmengen gegenüber herkömmlichen Kühlmitteln sowie die sich daraus ergebenden grösseren Leistungen, Abmessungen und Material-Beanspruchungen des Turbo-Verdichters und anderer Teile der Anlage. Derzeit laufen zwei Pilotprojekte in Dresden und Essen zum Leistungsnachweis des Verfahrens. Die Leistungszahlen sollen ca. ein Fünftel über denen herkömmlicher Kompressions-Kältemaschinen liegen. Das Institut für Luft- und Kältetechnik hat langjährige Erfahrungen mit Kompressionskälteanlagen, die mit Wasser als Kältemittel arbeiten. zum Seitenanfang

Solarmobil bricht alle Rekorde
Beim australischen Solarmobilrennen hat ein niederländisches Solarmobil neue Massstäbe gesetzt ...
Adelaide, 24.10.2003:
Auf der diesjährigen, siebten world solar challenge hat das niederländische Solarmobil 'Nuna II' neue Rekorde aufgestellt. Das technisch von der europäischen Raumfahrtagentur ESA geförderte Fahrzeug legte die 3.010-Kilometer-Strecke Darwin-Adelaide mit durchschnittlich 97 km/h zurück, und übertraf dabei den von seinem Vorgängermodell 'Nuna' (I.) im Jahr 2001 aufgestellten Rekord von 91,8 km/h - zugleich die weltweit höchste Durchschnittsgeschwindigkeit bei Solar-Langstreckenrennen. Am vergangenen Sonntag in Darwin gestartet, erreichte die 'Nuna II.' bereits am Mittwoch das Ziel - obgleich das Rennen offiziell noch bis zum 28.10. geht. Auf der Strecke stellte die Nuna II. zudem mit 830 Kilometern einen neuen Tagesreichweitenrekord und einen neuen Höchstgeschwindigkeitsrekord auf. Möglich wurde diese Leistung durch eine ausgefeilte Stromlinienform, ein modernes Energiemanagement-Modul und durch neuartige Dreifachstapel-Galliumarsenid-Solarzellen
Den beachtlichen fünften Platz des Rennens belegte 'Hans Go', gebaut und betrieben von einem Team der Fachhochschule Bochum, benannt nach Hauptsponsor Hans Gochermann, dem Solarzellen-Hersteller aus Wedel/Holstein, der Dreifachstapel-Galliumarsenid-Zellen produziert. zum Seitenanfang

Solar-Tastatur
Schnurlose Tastaturen haben einen Nachteil: sie können sich den benötigten Strom nicht ständig vom PC holen. Dieses Problem scheint nun gelöst ...
Waukegan, IL/USA, 17.10.2003:
Bisher musste man versiegende Akkus von Funktastaturen austauschen oder an ein Ladegerät anschliessen - der Vorteil der Funktastaturen, nämlich ihre räumliche Unabhängigkeit und Flexibilität, war damit dahin. Doch mit der neuen CyMotion Master Solar von Cherry gehören solche Akkuversager der Vergangenheit an. Bei der Weltneuheit sind die Solarzellen in den Rand der Tastatur integriert und ermöglichen auch den Betrieb bei geringeren Lichtstärken. Einziger Nachteil: die optische Maus wird weiterhin ohne Solarzellen betrieben und muss daher gesondert ausfgeladen werden. Besser, 'Cherry' hätte einen Trackball in die Tastatur integriert und die Maus weg gelassen. Wie schreibt die Firma doch generell so schön über ihre CyMotion Line: 'Design bedeutet Unnötiges weglassen.' zum Seitenanfang

Zweifelhafte Zeckenzangen
Die Zeckenzange wird im Bereich der Technik nicht sonderlich gewertschätzt - zu bekannt, zu einfach, ohne technischen Esprit. Daher steht sie stets ausserhalb des 'Lichtkegels' der ingenieurwissenschaftlichen Beachtung. Doch im Schatten blühen oft die kuriosesten Blüten ... mehr

H2Expo - rund um den Wasserstoff
Wer geglaubt hatte, dass der Wasserstoff-Technologie in der Wirtschaftskrise die Luft ausgehen könnte, wurde jetzt in Hamburg eines Besseren belehrt ...
Hamburg, 12.10.2003:
Auf der vom 09.10. bis gestern dauernden Messe H2Expo in Hamburg zeigten rund 100 Aussteller ihre Produkte rund um das Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle. Dazu gehörten u.a.:

  • der vollverkleidete Dreirad-Prototyp 'Hysun 3000'. Das nur mit H2 fahrende Fahrzeug ist bis 50 km/h schnell und verbraucht mit seiner Brennstoffzellen-Technologie nur 2 kg Wasserstoff auf 3.000 Kilometern (entspricht 0,2 Litern Benzin auf 100 Kilometer). Im nächsten Sommer sind Rekordfahrten aus der Strecke Malaga-Berlin geplant. Hauptsponsoren des Projektes sind bisher Ballard Power Systems AG, DaimlerChrysler, Energy research Center of the Netherlands und Dynetek Industries Ltd.
  • der Leichtmetallhydrid-Speicher des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht, der mit feingemahlenem, nanokristallinen Magnesium arbeitet, und nicht nur den Tankvorgang von Stunden auf wenige Minuten reduziert, sondern auch die Speicherung erheblich grösserer Wasserstoffmengen zulässt.
Messebesucher hatten zudem die Gelegenheit, mit den neuen Wasserstoff-Bussen der Hamburger Hochbahn von der Messe zur Wasserstoff-Tankstelle zu fahren. Die Busse werden im Rahmen des CUTE-Projektes (Clean Urban Transport for Europe), welches von der EU gefördert wird, in Hamburg und anderen europäischen Städten versuchsweise eingesetzt. zum Seitenanfang

Biowasserstoff
Mehr als 90 Prozent des heute als Energieträger genutzten Wasserstoffs wird mit nicht-regenerativen Energien hergestellt. Jetzt haben Kieler Forscher ein Verfahren zur Produktion von Biowasserstoff entwickelt ...
Kiel, 08.10.2003:
Ausgangspunkt des neuen Verfahrens sind Mikroalgen, z.B. einzellige Grünalgen oder Cyanobakterien, die in einem Pilot-Reaktor/Glasflasche dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Dabei kommt eine Photosynthese in Gang, die unter speziellen Bedingungen auch Wasserstoff erzeugt.Dieser lässt sich dann speichern und für Brennstoffzellen verwenden.
Der Pilot-Reaktor, der sich noch in der Erprobungsphase befindet, wurde von den Forschern Professor Dr. Rüdiger Schulz-Friedrich und Dr. Thorsten Heidorn vom Botanischen Institut der Christian-Albrechts-Universität auf der jetzt stattfindenden Messe 'BioTechnica' in Hannover (07.-09.10.2003) vorgestellt. zum Seitenanfang

Einfachere Zukunft mit Elektronik?
Schöne, neue Welt durch die Elektronifizierung des Alltags? Eine neue Wissenschaftsstudie sieht das kritisch...
Berlin, 02.10.2003:
Im Auftrag des des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung beim Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat in Bern ('TA-SWISS')hat das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH eine Studie zu den Auswirkungen der Allgegenwart von Mikroprozessoren in unserem Alltag erstellt. Das Ergebnis der Studie ist höchst zwiespältig:

  • Gesundheitsfolgen: Die Einpflanzung von elektronischen Chips in den menschlichen Körper, in Prothesen etc. und die dazugehörigen Funkverbindungen belasten uns durch nichtionisierende Strahlen (NIS). Die Dosis ist zwar gering, wirkt aber ständig aus nächster Nähe auf den Körper ein. Auswirkungen sind bis jetzt noch völlig unerforscht.
  • Umweltfolgen: elektronische Chips in Kleidung oder Verpackungen schaffen Probleme bei der Entsorgung. Zudem muss für die drahtlos vernetzten Geräte eine rund um die Uhr betriebene IT-Netzwerk-Struktur aufrecht erhalten werden, die Strom frisst.
  • Gesellschaftsfolgen: Gefahren für den Datenschutz, Probleme beim Nachweis von Manipulationen bzw. Haftungsfragen, sowie die umfangreiche Überwachungmöglichkeiten gegenüber dem Bürger werden hier genannt.
Die vollständige Studie kann beim IZT herunter geladen werden. zum Seitenanfang

Einfälle zu Stromausfällen
Dass die grossen Stromausfälle der vergangenen Wochen ein gutes Argument für dezentrale oder auch Insel-Lösungen in der Energieversorgung sind, fällt immer mehr Verbänden auf ...
Berlin, 30.09.2003:
In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V.(B.KWK) weist der Verband darauf hin, dass mit einer dezentralen Stromversorgung durch Tausende kleiner Heizkraftwerke großflächige Stromausfälle, wie sie in den letzten Wochen auftraten, kaum denkbar wären. Denn was immer sich als Ursachen für die einzelnen Ursachen herausstelle, es bleibe 'doch ein Grundsatzproblem zentraler Stromerzeugung in großen Kraftwerken, nämlich ihre bedenkliche Empfindlichkeit gegen technische Störungen durch Wetterkatastrophen, Sabotage oder terroristische Anschläge.' Dagegen könnten dezentrale Anlagen zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung, KWK) nicht nur als Stabilisatoren des Gesamtsystems wirken, sondern würden sich auch als Notstromversorgung von einzelnen Gebäuden bei einem Totalausfall des Netzes eignen. zum Seitenanfang

Düstere Aussichten 02 oder: Die Europäische Niederlage
Als vor einem Monat ein Blackout die US-Amerikaner im Dunkeln tappen liess, wiegten sich die Europäer in Selbstgefälligkeit. Jetzt hat es sie selbst erwischt ... mehr

Deutscher Solarpreis 2003
Die Gewinner des diesjährigen Deutschen Solarpreises, der in verschiedenen Bereichen vergeben wird, stehen jetzt fest ...
Bonn, 23.09.2003:
Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. hat die Preisträger des am am 08.11.2003 im KunstMuseum Bonn zum zehnten Mal verliehenen Deutschen Solarpreises bekannt gegeben.
Die Preisträger des Jahres 2003 sind im

  • Bereich Städte und Gemeinden: Gemeinde Körle (Nordhessen)
  • Bereich Unternehmen: Wasserkraft Volk AG, Gutach/Breisgau (Baden-Würtemberg)
  • Bereich Vereine: Forum Ökologie Traunstein e.V.: „Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein“ (Bayern)
  • Bereich Solares Bauen (Stadtentwicklung): Software AG-Stiftung, Darmstadt (Hessen): Passivhaus-Bürogebäude „Energon“ in Ulm
  • Bereich Medien: Der Solarserver, das Internetportal zur Sonnenenergie, Rolf Hug, Tübingen (Baden-Würtemberg)
  • Bereich Ausbildung: Alexander-von-Humboldt-Schule/Energieagentur,Viernheim (Hessen)
  • Bereich 3. Welt-Zusammenarbeit: Deutsch-Tansanische Partnerschaft e.V., Hamburg; Solarprojekt Freilassing e.V. (Bayern)
  • Bereich Erneuerbare Energien (Sonderpreis für herausragendes Engagement): Ehepaar Marli und Alfred Ritter, Alfred Ritter GmbH & Co. KG, Waldenbuch (Baden-Würtemberg).
  • Bereich Eigentümer oder Betreiber (Auszeichnungs-Plakette): Norbert Storch, Motten (Bayern): Niedrigenergiehaus und Umweltengagement; Rainer Schenk, Traunstein (Bayern): Altbausanierung; Hans-Georg Dieterle, Bielefeld (NRW): Mobile Chalet; Klaus Becher, St. Alban (Baden-Würtemberg): Bio-Solar-Haus.
Die Preise werden für beispielhafte Initiativen zur Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen vergeben. zum Seitenanfang

Bio-Strom mit Brennstoffzellen
Die Strom-Erzeugung mit der Biogas-Verbrennung in kleinen Blockheiz-Kraftwerken ist inzwischen weit verbreitet. Jetzt werden Alternativen dazu entwickelt ...
Schwandorf, 19.09.2003:
Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) meldet, ist es in Zusammenarbeit mit der Schmack Biogas AG gelungen, ein neues Stromgewinnungsverfahren aus Biogas in den Testbetrieb zu übernehmen. Bei der Biogasanlage Plank in Haimhausen wird im Rahmen des Projektes 'Biogas in Brennstoffzellen' das aus landwirtschaftlichen Abfällen stammende Gasgemisch so aufbereitet, dass es von einer Brennstoffzelle direkt in elektrischen Strom umgewandelt werden kann.
Bisher bereiteten neben dem Kohlendioxid vor allem auch der Schwefelgehalt des Biogases Probleme. Die nun eingesetzte Karbonat- bzw. MCFC-Laborbrennstoffzelle des Unternehmens MTU arbeitet bei Temperaturen von über 600° Celsius - was die Nutzung der entstehenden Wärme deutlich erleichtert - und hat keine Probleme mit dem Kohlendioxid. Bei Entschwefelung geht es primär um die Entwicklung von Verfahren, die sowohl einfach als auch kostengünstig als auch zuverlässig sind. Schliesslich muss ein Schwefelanteil von unter 0,1 ppm (= 0,1 millionstel) erreicht werden.
Für den Praxiseinsatz soll das Prinzip auf eine 220 kW MCFC-Brennstoffzelle übertragen werden. Dann kann der Bio-Brennstoffzellen-Strom in Konkurrenz zu den über 2.000 Biogasanlagen treten, die heute schon rund 250 Megawatt Strom produzieren. zum Seitenanfang

Alltags-Brennstoffzelle
Brennstoffzellen-Prototypen und -Demonstrationsobjekte gibt es viele. Jetzt scheint endlich ein Brennstoffzellen-Generator den Sprung in die harte Alltags-Wirklichkeit zu schaffen ...
Düsseldorf, 08.09.2003:
Auf dem gestern zu Ende gegangenen Caravan Salon Düsseldorf hat die Firma SFC Smart Fuel Cell AG aus dem südbayerischen Brunnthal-Nord das weltweit erste Brennstoffzellen-System für den Privatgebrauch vorgestellt. Das 'SFC A25' System liefert 50 Ampere-Stunden (Ah) pro Tag; die dafür notwendige, 2,2 Kilogramm schwere 2,5 Liter Methanol-Tankpatrone reicht für 70-80 Stunden Vollast und kostet 14,90 Euro. Der Kaufpreis für das Gesamtsystem beträgt 4.990 Euro inkl. MWSt.
Das 'SFC A25' wurde auf der Messe zusammen mit dem Reisemobil-Hersteller Hymer vorgestellt und ist insbesondere für den Energiebedarf von Caravans, Reisemobilen und Segelschiffen ausgelegt. zum Seitenanfang

Tankstutzen für Flüssig-H2
Wasserstoff-Herstellung durch Elektrolyse ist einfach. Die wirkliche Herausforderung bei dieser Technik ist das Betanken von Fahrzeugen ...
Stuttgart, 03.09.2003:
Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) hat zusammen mit General Motors/Opel und BMW ein offenes Konsortium gegründet, um eine standardisierte Flüssigwasserstoff-Kupplung zu entwickeln. Diese Kupplung soll ein sicheres, alltagstaugliches Betanken von Kraftfahrzeugen mit –253°Celsus kaltem Flüssigwasserstoff ermöglichen.
Die Spezifikationen für die Flüssigwasserstoff-Kupplung sind bereist festgelegt; jetzt werden weitere Projektpartner gesucht, damit die Technik künftig zu einem weltweiten Standard werden kann. zum Seitenanfang

Biodiesel-Sensor
Mischungen verschiedener Kraftstoffe sind für Motore in punkto Verbrauch und Abgaswerte immer noch ein Problem. Dem soll jetzt ein neuer Sensor abhelfen ...
Berlin, 26.08.2003:
Die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) hat zusammen mit der Volkswagen AG, der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und andere Projektbeteiligte haben einen Sensor entwickelt, der feststellt, welches Kraftstoff-Gemisch gerade der Verbrennung zugeführt wird und das Motormanagement entsprechend regelt. Dadurch ist es nach Angaben des Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien möglich, Biodiesel dem Diesel zuzutanken, ohne sich um das unterschiedliche Verbrennungsverhalten und die daraus resultierenden Abgasprobleme kümmern zu müssen.
Vielleicht wird es bei Weiterentwicklung des Sensors künftig sogar möglich sein, verschiedene Biokraftstoffe in einen Tank zu füllen, z.B. Biodiesel und Salatöl. Dies würde die Abhängikeit von einzelnen Herstellern und Produkten erheblich senken. zum Seitenanfang

Kühlung mit Erdwärme
Das Heizen mit Erdwärme setzt sich immer mehr durch. Dass man mit Erdwärme im Sommer auch kühlen kann, ist dagegen kaum bekannt... Geeste, 19.08.2003:
Die Geothermischen Vereinigung weist in einer gestrigen Pressemeldung darauf hin, dass durch direkte Kühlung mit Erdwärmesonden in den heissen Sommermonaten erhebliche Energie-Mengen und -Kosten eingespart werden können. Mit einer Bodentemperatur von 10-12°Celsius stellt der Erdboden schon wenige Zentimeter unter der Oberfläche stellt die Erde praktisch einen riesigen, kostenlosen Kühlschrank dar.
Nicht immer sind zum Anzapfen dieser Energiequelle gesonderte Erdsonden nötig; in vielen Fällen lassen sich auch Beton-Einbauten im Erdweich - wie etwa Gründungspfähle etc. - kostengünstig ensprechend ausrüsten. Ideal sind zudem Kombianlagen, die im Sommer Kühle und im Winter Wärme erzeugen. Hier lassen sich meist gegenüber konventionellen, strombetriebenen Heiz-/Kühl-Systemen mehr als 50 Prozent der Betriebskosten einsparen. zum Seitenanfang

Düstere Aussichten
'Bei uns könnte das nicht passieren' - das ist meist der Tonfall, wenn Europäer über den US-Blackout reden. Doch diese Mischung aus antiamerikanischen Ressentiments und altkontinentaler Selbstgefälligkeit könnte sich schnell als falsch erweisen ... mehr

Pflanzen als Bergarbeiter
Pflanzen können noch mehr nützliche Dinge als Nahrungsmittel und Biomasse erzeugen: sie können auch gezielt (Schwer-)Metalle aus dem Erdreich filtern ...
London, 11.08.2003:
Forschern des National Research Laboratory for Phytoremediation und des Centers for Plant Intracellular Trafficking in Pohang/Korea, des Instituts für Pflanzenbiologie der Universität Zürich/Schweiz und des CEA Cadarache in St Paul Lez Durance/Frakreich ist es nach einem Bericht der Zeitschrift Nature Biotechnology (Nr.21, 914 - 919) gelungen, durch gentechnische Veränderungen die Aufnehme von Blei und Cadmium durch die Pflanzen zu erhöhen. Die Forschungen richteten sich dabei insbesondere auf die Funktion des Hefeproteins YCF1.
Bereits Ende September letzten Jahres hatte die kanadische Zeitung The Globe and Mail von einem Projekt der Firmen Inco Ltd. in Toronto und Viridian Resources LLC in Houston/Texas berichtet, Nickel und Kobalt mit Hilfe von Pflanzen abzubauen. Insbesondere mit den zu den Kreuzblütlern gehörenden Steinkräutern (Alyssum ....) gelang es, die Nickel-Konzentration in den Pflanzen zwei Prozent und damit auf das zwanzigfache der sie umgebenden Erde zu erhöhen. Dieser Wert soll künftig noch gesteigert werden.
Die Pflanzen werden nach der Ernte verbrannt, wobei neben einer Nickel-Konzentration von 30-40 Prozent in der Asche noch zusätzlich Energie entsteht. Wie Steve Mitchell von der Informationsabteilung der Inco Ltd. gegenüber finetech.net sagte, sind entsprechende Öfen derzeit im Bau. Die aktuellen 'Bergbau-Felder' liegen bei Port Colborne in Süd-Ontario und in Indonesien. zum Seitenanfang

Energiesparend Schwimmen
Künstlich angelegte Badeteiche sind eine kostengünstige Pool-Alternative für Privatleute und Gemeinden ...
Bergkirchen, 09.08.2003:
Die Deutsche Gesellschaft für naturnahe Badegewässer e.V. (DGfnB) hat den morgigen 10. August deutschlandweit zum 'Tag des Schwimmteiches' ausgerufen. Die Gesellschaft möchte damit auf die Möglichkeiten naturnaher Badegewässer mit vollbiologischer Wasserreinigung hinweisen.
Neben der grösseren Umweltfreundlichkeit sind die Betriebskosten für Schwimmteiche meist um ein Vielfaches geringer als der Betrieb eines konventionellen Pools oder Schwimmbades: Umwälzpumpen, (Chlor-)Chemikalien etc. entfallen hier. Für die Hygiene sorgt der naturnah gestaltete (Ufer-)Regenerationsbereich, der mit Wasser- und Sumpfpflanzen besetzt wird und dessen Mikroorganismen das Badewasser zuverlässig reinigen.
Anfang September wird in Salzburg ein internationaler Kongress zum Thema 'Schwimmteiche' statt finden; in Österreich hat man Jahrzehnte lange Erfahrungen mit dieser Technik. zum Seitenanfang

Sonnige Schiffahrt
Ein Jahr nach der Jahrhundertflut wirbt der 'Bundesverband Solarmobil' auf der Elbe für solarbetriebene Verkehrsmittel...
Hamburg, 08.08.2003:
Von heute an bis zum 24. August 2003 veranstaltet der 'Bundesverband Solarmobil e.V.' die Solarbootstour Dresden-Hamburg unter dem Motto 'Solar statt Flut'. Ziel ist es, die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarzellen (Photovoltaik) im allgemeinen und im besonderen für den Antrieb von Fahrzeugen zu demonstrieren. Das eingesetzte Schiff ist ein Solarkatamaran vom Typ 'SUNCAT 21' mit 7,50 Metern Schiffslänge und 8 Sitzplätzen. Das Schiff wird in mehreren Elbstädten Station machen und dort auch weitere Solar-(Mobil-)Anwendungen präsentieren. (Termine siehe o.a. Link) Organisator der Fahrt ist der Hamburger Thomic Ruschmeyer. zum Seitenanfang

Lithium-Ionen-Technologie im Einsatz
Wie bei der Brennstoffzelle so scheint auc bei der Lithium-Ionen-Technologie das Militär den Technologie-Paten zu spielen ...
Nordhausen, 30.07.2003:
Die GAIA Akkumulatorenwerken GmbH, ein Tochterunternehmen der US-Firma Lithium Technologie Corporation (LTC) hat einen Auftrag im Wert von bis zu 2 Millionen Euro erhalten, die neuartigen Lithium-Ionen-Batterien des Unternehmens für ein britisches Militärprojekt zu liefern.
Die speziellen Batterien bestehen jeweils aus elf Zellen mit einer Kapazität von 60 Amperestunden (Ah). Jede der Rundzellen ist 203 mm lang und hat einen Durchmesser von 60 mm. Die Rundzellen sind eine Weiterentwicklung der bereits eingesetzten 27-Amperestunden-Flachzellen von GAIA. zum Seitenanfang

Neues vom Team
Technische Erfindungen, und seien sie noch so genial,setzen sich nicht immer durch. Manchmal stehen dem Durchbruch wirtschaftliche oder politische Gründe entgegen, in anderen Fällen reicht schon der erhobene Zeigefinger der Moral ... mehr

Die Brennstoffzelle im Notebook
Auch bei den Brennstoffzellen schreitet die Miniaturisierung immer weiter voran. Externe Brennstoffzellen-'Akkus' könnten schon der Vergangenheit angehören, bevor Sie überhaupt so richtig auf den Markt gekommen sind ...
Tokio, 11.07.2003:
Die japanische NEC Corporation hat auf einer Pressekonferenz zur Einführung ihres neu gegründeten Tochterunternehmens NEC Personal Products Ltd. den Prototyp eines Notebooks mit integrierter Brennstoffzelle vorgestellt. Durch die Miniaturisierung der Brennstoffzellen-Einheit gelang es jetzt, die Energie-Erzeugung in das Notebook-Gehäuse einzubauen, nachdem bereits verschiedene Firmen, darunter auch NEC, externe Brennstoffzellen-Einheiten zur Stromversorgung für Notebooks vorgestellt hatten. zum Seitenanfang

Allwetter-Brennstoffzelle
Brennstoff-Zellen sollen künftig auch bei kalten Temperaturen einsatzfähig sein ...
Seoul,Hartford/Conneticut, 08.07.2003:
Der koreanische Autoproduzent Hyundai Motor Co. und der US-amerikanische Brennstoffzellen-Hersteller UTC Fuel Cells haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um eine frostresistente Brennstoffzelle zu bauen und diese in Kraftfahrzeugen einzusetzen. Die grösste technische Herausforderung dabei ist, die Brennstoffzelle auch dann wieder starten zu können, wenn das Wasser im System gefroren ist.
Wie UTC mitteilt, will Hyundai sich mit den entsprechenden Fahrzeugen neue Käuferschichten erschliessen und einen Beitrag zu einer umweltfreundlichen Energie-Versorgung leisten. UTC ist seit 1960 auf dem Brennstoffzellen-Markt tätig und engagiert sich derzeit besonders beim Einsatz von Brennstoffzellen in Verkehrsmitteln (Autos, Busse, Boote). zum Seitenanfang

Design-Biodiesel
Die Möglichkeiten nachwachsender Rohstoffe rufen nunmehr auch Grosskonzerne auf den Plan ...
Stuttgart, 03.07.2003:
DaimlerChrysler hat am vergangenen Montag den nach eigenen Angaben den CO2-neutraler Designer-Dieselkraftstoff der Welt vorgestellt. Der 'Biotrol' genannte Kraftstoff wird unter vollständiger Verwertung organischer Substanzen hergestellt, und setzt bei der Verbrennung im Motor nur das Kohlendioxid wieder frei, welches beim Wachsen der Pflanzen der Luft entnommen wurde.
'Biotrol' ist Ergebnis eines staatlich geförderten Forschungsprojektes, an dem vergangenen Herbst neben DaimlerChrysler auch VW und natürlich der eigentliche Hersteller des Kraftstoffs, die Firma Choren Industries GmbH aus Freiberg/Sachsen beteiligt sind.
Der farblose, klare Kraftstoff unterscheidet sich nach Angaben von DaimlerChrysler-Managern 'grundsätzlich von allen anderen bisherigen aus Biomaterial hergestellten Kraftstoffen'. Das aus Holzresten hergestellte Produkt kostet derzeit noch 70 Cent/Liter, ist nur in geringen Mengen verfügbar und wird herkömmlichem Diesel beigemischt. Ob es sich jemals als ausschliesslicher Treibstoff für ein Fahrzeug verwenden lässt, müssen entsprechende Versuche erst noch ergeben. zum Seitenanfang

Stahlband-Rasierer [Museum]
Das Ding ist ein Wegwerf-Produkt und hat in dieser Sammlung eigentlich nichts zu suchen. Aber es stiftet zum Nachdenken über neue Lösungen an ... mehr

Neuer Stickstoff-Motor
Ein neuer, ebenso ungewöhnlicher wie angeblich umweltfreundlicher Motor steht offensichtlich kurz vor der Serienproduktion ...
Deggendorf, 30.06.2003:
Im bayerischen Deggendorf wurde jetzt der Stickstoff-Motor des Erfinders Heinrich Schmid vorgestellt, der von der Firma N-Gine mit Sitz in Westlake Village, Kalifornien, produziert werden soll. Der Motor arbeitet mit in einem Tank gespeicherten, auf minus 197° Celsius heruntergekühlten Flüssig-Stickstoff, der bei Umgebungstemperaturen verdampft und dann die gespeicherte Energie in einem Duckluft-Motor abgibt. Derzeit wird der Motor in einem Boot getestet, weitere Anwendungen sollen folgen.
Letztlich handelt es sich hier - wie bei Pressluft oder Schwungrädern - um einen Energiespeicher, der nur dann Energie und Geld sparend funktioniert, wenn die zu speichernde Energie vorher mittels regenerativer Energien quasi 'zum Nulltarif' gewonnen wurde. zum Seitenanfang

Deutschlands erstes Erdwärmekraftwerk
Künftig wird auch in unseren Breiten Erdwärme nicht nur Wohnungen heizen, sondern sie auch mit Strom versorgen ...
Neustadt-Glewe, 29.06.2003:
Am vergangenen Donnerstag begannen in Mecklenburg-Vorpommern die Bauarbeiten für Deutschlands erstes Erdwärmekraftwerk. Gesellschafter dieser ersten Pilotanlage sind u.a. die Energieversorgungsunternehmen BEWAG (Berlin), die WEMAG (Schwerin) und die EnergieSüdwest AG (Landau/Pfalz); das Projekt wurde mit Forschungsmitteln des 'Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit' gefördert.
Nach dem Bericht der Geothermischen Vereinigung e.V. bezieht das neue Kraftwerk seine Energie aus 98 °C heißem Wasser, welches aus 2.200 Meter Tiefe heraufgepumpt wird. In einem Wärmetauscher gibt es die Energie an einen organischen Stoff ab, der bereits bei rund 30 °C siedet. Dieser erzeugt dann mit Hilfe einer ORC-Turbine (= 'Organic Rancine Cycle')genug Strom für 500 Wohnungen in Neustadt-Glewe. zum Seitenanfang

Rekord mit Solarflugzeug
Bisher waren Solarzellen meist im Weltraum oder auf Hausdächern präsent. Jetzt erobern sie auch den Luftraum dazwischen...
Stuttgart, 28.06.2003:
Quasi zufällig hat Professor Rudolf Voit-Nitschmann vom Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart mit einer Flugstrecke von rund 350 Kilometern einen neuen Weltrekord für Solarflugzeuge aufgestellt. Der Professor war am 17. Juni um 12 Uhr mit dem Solar-Segelflugzeug 'Icaré II' von Aalen-Elchingen in Baden-Württemberg zu einem Werkstattflug (Überprüfung der Elektronik) gestartet. Bei sehr gutem Wetter konnte er über den Wolken in einen Geradeausflug übergehen und erreichte mit ununterbrochen laufenden Elektro-Motor um 17 Uhr den Flugplatz Jena. zum Seitenanfang

Strom von Mikroben
Brennstoffzellen auf eine andere Art als mit wertvollem Wasserstoff oder Methanol anzutreiben ist das Ziel vieler Forscher. Jetzt ist man dem etwas näher gekommen ...
Greifswald, 27.06.2003:
Nach einer Information der Gesellschaft Deutscher Chemiker und einem Bericht der Zeitschrift Angewandte Chemie, Presseinformation Nr. 25/2003 (Angew. Chem. 2003, 115 (25), 2986-2989) ist es einer Gruppe von Forschern am Institut für Chemie und Biochemie der Ernst Moritz Arndt Universität in Greifswald gelungen, einen neuen Typ einer Biobrennstoff-Zelle herzustellen.
Die Innovation bei dieser Bio-Brennstoffzelle gegenüber den bisher entwickelten Typen ist die beschichtete Anode: eine Schicht aus dem elektrisch leitfähigen Kunststoff Polyanilin wird über eine Platin-Elektrode oder eine mit Platin überzogene Graphit-Elektrode aufgebracht. Diese Kunststoff-Schicht ist biokompatibel und elektrokatalytisch aktiv. Sie übernimmt die Elektronen aus dem Stoffwechsel der Mikroben, überträgt sie auf die Anode und leitet so den Stromfluss. Der Kunststoff verlangsamt zudem die Anlagerung bakterieller Stoffwechsel- und anderer Prozess-Nebenprodukte an der Nebenprodukte des elektrokatalytischen Oxidationsprozesses, die sich an einer Anode. Dennoch entstehende Ablagerungen werden durch regelmäßige Spannungsimpulse chemisch umgesetzt und von der Anodenoberfläche abgelöst.
Die Forscher Uwe Schröder, Juliane Nießen und Fritz Scholz erreichen mit ihrer Bio-Brennstoffzelle eine Dauerleistung von bis zu 1,5 Milliampère pro Quadratzentimeter (mA/cm2) und damit eine erhebliche Leistungssteigerung zu den vorhandenen Brennstoffzellen-Typen. zum Seitenanfang

Gute Fotovoltaik-Anlagen
'Was taugen die heutigen Fotovoltaik-Anlagen', fragen sich viele energiebewusste Häuslebauer. Eine umfangreiche Datenbank gibt jetzt darüber Auskunft...
Paris, 18.06.2003:
Die IEA-PVPS Task 2, eine Unterabteilung der Internationalen Energie-Agentur (IEA), hat mit der 'PV Performance Database' eine umfangreiche Datenbank zur Leistungsfähigkeit, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit von PV-Anlagen ins Netz gestellt. In der für Nutzer kostenlosen Datenbank sind die z.T. über viele Jahre erhobenen Informationen von über 370 Solaranlagen gespeichert. Die dabei gewonnenen Ergebnisse zeigen u.a. eine steigende Zuverlässigkeit der Anlagen innerhalb der letzten rund 20 Jahre.
Für weitere Informationen und Analysen des Datenbank-Bestandes steht zum Download auch das BINE projektinfo 03/03 als pdf zur Verfügung. zum Seitenanfang

Britische Meeres-Energie
Die Ingenieure des Vereinigten Königreiches entwickeln, mit staatlicher Unterstützung, ständig neue Techniken zur Nutzung der Meeresenergie...
London, 12.06.2003:
Grossbritannien setzt seine Politik zur Nutzung erneuerbarer Meeres-Energien (wir berichteten) konsequent fort: am vergangenen Freitag besuchte Britanniens Energie-Minister Brian Wilson die Firma The Engineering Business Ltd. (EB), um sich über den Fortgang des 'Stingray'-Projektes zu informieren. Der 180 Tonnen schwere Energiekonverter besteht aus Standsäule mit Auslegern (ähnlich dem unteren Teil eines Bürodrehstuhles) und soll demnächst im Yell-Sund bei den Shetland-Inseln auf dem Meeresgrund verankert werden. Der obere Teil, der aber gleichfalls völlig im Wasser verschwindet, besteht aus einem Wippenarm, an dessen freiem Ende ein horizontaler Kippflügel befestigt ist. Durch die Kraft von Meeres-Strömungen wird der Arm auf und nieder bewegt und erzeugt mit einem Generator innerhalb der Standsäule Strom.
Dem gleichen Zweck dient die Entwicklung der ebenfalls britischen Firma Marine Current Turbines (MTC): hier sollen riesige, auf dem Meeresboden verankerte Rotore, die in ihrem Aussehen an moderne Windkraft-Anlagen erinneren, die Energie des Meeres anzapfen. Auch hier steht der Projektstart kurz bevor.
Wenngleich beide Technologien derzeit auf die Ausbeutung der Gezeitenenergie in Küstennähe zielen, so lassen sie sich zu einem späteren Zeitpunkt und in grösseren Dimensionen auch für Meeresströmungen einsetzen. Vielleichtbesteht auch die Chance, diese Techniken für tiefere Flüsse zu miniaturisieren, um so die bei Nutzung der Wasserkraft notwendigen wasserbautechnischen Massnahmen zu umgehen. zum Seitenanfang

Kleine Bioenergie-Anlagen
Die Technik zur Energiegewinnung aus Getreide und Stroh wird jetzt staatlich gefördert...
Güstrow, 05.06.2003:
Einen neuen Forschungsschwerpunkt zur Bioenergie hat die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)eingerichtet: es geht um die technische Weiter-Entwicklung von Verbrennungsanlagen für 'Halmgut-artige Brennstoffe'. Die meisten heute bekannten und verwendeten kleinen Verfeuerungsanlagen von festen Bioenergieträgern entsprechen in punkto Energieausbeute und Abgaswerten nicht mehr dem Stand der Technik, was zu Problemen mit der Betriebsgenehmigung führt. Daher will das Bundesverbraucherschutzministeriums insbesondere die technische Innovation bei dezentraler Wärmeerzeugungsanlagen unter ein Megawatt thermische Leistung (MWth) fördern, wobei die FNR als Projektträger im Auftrage des Ministeriums tätig wird.
Ausschreibungsunterlagen können bei der FNR angefordert werden; Einreichungs-Frist für Projektvorschläge ist der 30. Oktober 2003. zum Seitenanfang

Sonnenkraft schnell schalten
Bis Jahresmitte wird die 'Kreditanstalt für Wiederaufbau'ihr Bewilligungssoll erreicht haben. Für Solarkredit-Interessierte heisst es jetzt handeln ...
Berlin, 04.06.2003:
Zinsgünstige Kredite im Rahmen des 100.000-Dächer-Programms werden derzeit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wieder bewilligt, nachdem die Bewilligungen in den vergangenen Monaten wegen der zögerlichen Bereitstellung von Haushaltsmitteln gedrosselt worden waren.
Nach Informationen des Bundesverbandes Solarindustrie (BSi) sind bis jetzt Anträge bis zum 26.03.03 bewilligt worden; da noch 7.000 Anträge 'auf Halde liegen' und das Antragsvolumen immer neue Höchststände erreicht - im vergangenen Monat waren es 25 Megawatt peak (MWp/Megawatt Spitzenleistung), der höchste Stand seit März 2000 - dürften die nach dem Programm vorgesehenen 300 MWp bereits zur Jahresmitte erreicht sein.
Zwar geht der BSi davon aus, dass im nächsten Jahr die Vergütung gemäss EEG angehoben wird, um den Wegfall der zinsgünstigen Kredite zu kompensieren. Dennoch ist das angesichts der wirtschaftlichen Gesamtsituation nicht sicher. zum Seitenanfang

Pappel-Power
Energie aus nachwachsenden Rohstoffen hat Zukunft - besonders auch durch schnell wachsende Bäume wie Pappeln ...
Bonn, 28.05.2003:
Pappeln sind ein sehr zukunftsfähiger, nachwachsender Rohstoff für die Energiegewinnung und die Papier-Erzeugung. Darauf wies Dr. Gerald Thalheim, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, auf einem agrarpolitischen Seminar zum Anbau nachwachsender Rohstoffe in Kloster Nimbschen/Sachsen hin (BMVEL-Informationen Nr. 20/21 vom 23. Mai 2003). Pappeln können zudem auch auf geeigneten Stilllegungsflächen angebaut werden, ohne dass der Landwirt seine Prämien verliert.
Bei den nachwachsenden Rohstoffen haben sich Pappeln im Bereich der Energieträger als als ein sehr nützliche Option erwiesen: nach der wissenschaftlichen Studie 'Vergleich der Biomassekosten von nachwachsenden Energieträgern als Festbrennstoff' von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern vom Januar 2001 liegen die Pappeln bei den Kosten der Biomasse-Bereitstellung z.B. gegenüber Weiden und China-Schilf vorn. zum Seitenanfang

Regenerativ ist spitze
Beim Bundeswettbewerb 'Jugend forscht' haben im Bereich 'Technik' Arbeiten zur regenerativen Energie die ersten beiden Plätze belegt ...
Hamburg, 27.05.2003:
Den ersten Preis im Bereich 'Technik' erhielt Andreas Neuzner aus dem hessischen Hüttenberg für den Bau seines ausschliesslich solarbetriebenen MPEG-III-Walkmans 'SolAmp'. Der Walkman verwendet als Speichermedium eine Compact-Flash-Speicherkarte, da die Mechanik eines konventionellen tragbaren CD-Players mehr Energie verbrauchen würde, als die kleine Solarzelle liefern kann.
Den zweiten Platz belegte Adrian Wirth aus 96106 Ebern für die Entwicklung des Windkanalprototypen Mistral Deux, der das Strömungsverhalten der Rotorblätter von Windkraftanlagen besser untersucht. Dieser Windkanal kann das realitätsnäher als herkömmlichen Windkanäle, da er zwei Luftströmungen rechtwinklig aufeinander lenkt und so Turbulenzen erzeugt, wie sie in der Natur am laufenden Rotor auch tatsächlich herrschen.
Hoch interessant sind auch die Arbeiten der Hamburgerin Isabel Wagner, der Siegerin im Bereich 'Interdisziplinär', zum Thema 'Nahrungsmittel als Klebstofflieferanten': ein Bastelkleber aus Reis und Gelatine, ein Flüssigklebstoff aus Abfällen der Schokoladen-Produktion sowie Klebeband aus Chicoree und Rote Beete sind das Ergebnis ihrer Forschungen. Alle drei Kleber sind lösungsmittelfrei, essbar und billig herzustellen - vielleicht sogar bald zu Hause. zum Seitenanfang

Fliegende Zellen
Nach dem Willen des US-Flugzeugbauers Boeing sollen jetzt Brennstoff-Zellen ihre Leistungsfähigkeit auch am Himmel beweisen ...
Seattle, 20.05.2003:
Wie das britische Wissenschaftsmagazin 'New Scientist' berichtet, plant Boeing die ersten Testflüge seines einsitzigen Prototyps bereits für den Dezember 2003. Die Propeller-Maschine, die mit zwei 25 kW-Brennstoffzellen des britischen Herstellers Intelligent Energy ausgerüstet werden soll, wäre das erste bemannte Brennstoffzellen-Flugzeug, nachdem das texanische Unternehmen Lynntech bereits ein unbemanntes Modell gestartet hatte.
Boeing geht damit den gleichen 'himmelstürmenden' Weg, den die Industrie bereits Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre beschritten hatte, um die Zuverlässigkeit der damals neuen Solarzellen zu erweisen: man baute sie seiner Zeit in Satelliten ein, um so wirkungsvoll ihre Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. zum Seitenanfang

Mechanischer Rasenmäher siegt
Nicht ein 'schicker' Elektro-Antrieb macht die Qualität eines Rasenmähers aus, sondern seine Schneidetechnik...
Berlin, 15.05.2003:
15 Elektrorasenmäher und 4 Handrasenmäher mit Schnittbreiten bis 38 cm und Preisen bis 160 Euro hat die Stiftung Warentest unter ihre fachkundige 'Lupe' genommen. Schwedischer Sieger beim saubersten Schnitt: der mechanische Stiga Freeclip für 130 Euro. zum Seitenanfang

'Getarnte' Brennstoff-Zelle
Brennstoff-Zellen in Autos oder Hausenergieanlagen sind keine Sensation mehr. Doch auf dem Gebiet der Miniaturisierung dieser zukunftsweisenden Technik gibt es immer neue Rekorde ...
Richland/Washington, 06.05.2003:
Das kleinste Energiesystem der Welt auf Basis eines Wasserstoff-Erzeuger plus Brennstoff-Zelle wurde jetzt von der Energie-Abteilung des Pacific Northwest National Laboratory (PNNL) vorgestellt. Das System besteht aus einem Reformator, der Wasser und Brennstoffe wie Butan, Diesel, Düsentreibstoff oder Methanol in ein an Wasserstoff reiches Gas umwandeln kann. Die gesamte dazu benötigte Technik lässt sich auf der Fläche eines Zehn-Cent-Stückes unterbringen. Dazu kommt dann die eigentliche Brennstoffzelle, die das Wasserstoff-Gas zusammen mit dem Luft-Sauerstoff in elektrische Energie umwandelt. Das jetzt vorhandene System hat eine Leistung von 20 mW bei nur einem Drittel des Gewichtes herkömmlicher Batterien. Die Forscher gehen davon aus, dass sie das Leistungs-/Gewichts-Verhältnis noch erheblich verbressern können.
Das Projekt ist mit Geldern des US-Verteidigungsministeriums finanziert, und soll in erster Linie dazu dienen, die elektronische Ausrüstung künftiger Krieger mit Energie zu versorgen. Doch für Evan Jones, Forschungsleiter des PNNL, liegt die eigentiche Herausforderung darin, die Technik der Chemieproduktion zu miniaturisieren. zum Seitenanfang

Wasserstoff vom Erdöl-Multi
Auch die grossen Erdöl-Konzerne bereiten sich ganz praktisch auf die Zeit nach dem Ende des schwarzen Goldes vor. Jetzt hat Shell einen Schritt in die Wasserstoff-Zukunft getan ...
Reykjavik/Island, 28.04.2003:
Shell Hydrogen, eine Tochtergesellschaft des Erdölkonzens 'Shell', hat auf Island die erste Wasserstoff-Tankstelle unter dem Label des Konzerns eröffnet. Die Station soll vor allem die Brennstoff-Zellen-Omnibusse der Firma 'DaimlerChrysler' versorgen, die von einem einheimischen Busunternehmen eingesetzt werden.
Nach der entsprechenden Pressemitteilung besitzt die Tankstelle eine Anlage, um Wasserstoff mittels Wasser und Elektrolyse selbst herzustellen. Die dazu benötigte elektrische Energie wird, wie überall in Island, mit Wasserkraft oder geothermischen Kraftwerken erzeugt. Die Technik der Wasserstoff-Anlage stammt von der Firma Norsk Hydro, die bereits seit Jahrzehnten im Wasserstoff-Geschäft ist und angeblich schon während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg von den Nazis als Zulieferer für das deutsche Atombomben-Programm verplant wurde ('Schweres-Wasser'-Werk in Ryukan/Norwegen). Die Shell plant in diesem Jahr weitere Wasserstoff-Tankstellen in Washington/DC. und Tokio. zum Seitenanfang

Erdwärme - aber sicher
Nach dem Vorbild der Schweiz sollen jetzt auch in Deutschland Erdwärme-Pumpen ein Gütesiegel erhalten ...
Giessen, 22.04.2003:
Die energiesparenste und umweltfreundlichste Technik taugt nichts, wenn sie nicht auch dauerhaft ist. Das war wohl der Hintergrund eines Beschlusses, den die mit dem Thema 'Erdwärme' befassten Verbände nach einem Bericht der Geothermischen Vereinigung e.V. in Giessen trafen: Erdwärmesonden sollen künftig auch in Deutschland ein Qualitäts-Gütesiegel erhalten.
Damit soll das Vertrauen der Verbraucher in eine Technik gestärkt werden, die sich seit langem bewährt hat und den einzelnen Haushalt unabhängig von Energiepreisen etc. macht. Erdsonden werden bis ca. 100 Meter tief in die Erde eingebracht und sind mit den dort herrschenden 12° Celsius, einer Wärmepumpe und einem entsprechend ausgelegten Heizungssystem in der Lage, ein Haus zu heizen bzw. zu klimatisieren. Schliesslich gelangen täglich 250 Prozent des Energiebdarfs der Menschheit aus dem heissen Erdinneren an den dem Menschen zugänglichen Bereich der Erdoberfläche. zum Seitenanfang

Vom Gesicht in den Tank
Jojoba-Oel ist viel zu schade, um es im vergeblichen Kampf gegen die Gesichtsfalten zu verplempern ...
Kairo, 15.04.2003:
Oel aus den Nüssen der Jojoba-Pflanze könnte Diesel als Treibstoff für Motore ablösen. Das haben Forschungen der Wissenschaftler M.S. Radwanb und S.M.S. Elfeky (beide Mechanical Power Engineering Department, Technische Fakultät der Helwan Universität/Kairo sowie von M.Y.E. Selim an der entsprechenden Forschungseinrichtung der Universität der Vereinigten Arabischen Emirate in Al-Ain ergeben.
Nach Berichten der Zeitschriften 'New Scientist' und 'Renewable Energy' wurde das Jojoba-Oel mit einem geringen Zusatz an Methanol bei Motorendrehzahlen bis 2000 U/min. getestet. Der Motor erreichte bessere Abgaswerte und eine grössere Laufruhe als mit Diesel-Kraftstoff. Weitere Vorteile des Oels sind seine Ungiftigkeit und Schwefel-Freiheit sowie der hohe Flamm-Punkt.
Der Jojoba-Strauch gehört zur Familie der Buchsbaumgewächse, wird bis zu 3 Meter hoch und stammt ursprünglich aus der Sonora-Wüste (Süd-West-USA und Nord-West-Mexiko). Inzwischen wird er auch in Südamerika und im Nahen Osten angebaut. Die Nüsse enthalten 50 Prozent ihres Gewichtes an Oel. Wenngleich selbst ein grossflächiger Anbau die Mineraloel-Förderung nicht ersetzen kann, so kann er durchaus zur regionalen Kraftstoff-Versorgung beitragen. zum Seitenanfang

Wasserstoff-Roller
Es muss nicht immer Brennstoffzelle sein - Wasserstoff und ein Moped-Motor tun es auch ...
Hannover, 08.04.2003:
Die Firma AQWON-Motors aus D–92676 Speinshart hat auf der Hannover-Messe (07.-12-04.)den weltweit ersten serienreifen 2-Takt-Wasserstoff-Motorroller vorgestellt. Erfinder ist der Kfz-Meister und Firmeninhaber Josef Zeitler.
Das Fahrzeug ist TÜV-zugelassen. Der Antrieb besteht aus einen umgebauten 50ccm-Mopedmotor mit Direkteinspritzung. Als Wasserstoff-Speicher dient ein Niederdruck-Metallhydridtank, dessen Kapazität eine Reichweite von 100 km ermöglicht. Der Wasserstoff dafür wird von einer stationären 'Tankstelle' erzeugt, die aus Druckbehältern und einem Wasserstoff-Generator besteht, welcher per Solaranlage und Wasser Wasserstoff produzieren kann. Ziel der weiteren Entwicklung ist es jetzt, Motorroller und Systeme (Haus-Generatoren, Flugmotore etc.) zu entwickeln, die weltweit an jeder Wasserquelle betankt werden können. zum Seitenanfang

Solarautos und mehr
Eine der klassischen Veranstaltungen für solar-betriebene Verkehrsmittel öffnet sich auch anderen, regenerativen Energien ...
Greenfield/Massachusets, 01.04.2003:
Die US-amerikanische 'Tour de Sol' öffnet sich in diesem Jahr endgültig für Fahrzeuge, die mit regenerativen, einheimischen Energien angetrieben werden. Wie die Northeast Sustainable Energy Association als Veranstalterin bekannt gibt, sollen auch Fahrzeuge mit Biodiesel, Biogas, Wasserstoff etc. teilnehmen.
Die Tour findet vom 10.-14.05.2003 statt und führt unter anderm durch Trenton, Philadelphia und Washington/DC. zum Seitenanfang

Neuer Solarzellen-Rekord
Alle Hersteller von Solarzellen versuchen, deren Wirkungsgrad zu optimieren. Jetzt kann die BP-Solar einen neuen Rekord melden ...
Baltimore, 28.03.2003:
'BP Solar' gibt bekannt, dass man einen neuen Wirkungsgrad-Weltrekord bei den 125-Millimeter-Zellen aufgestellt habe: die erreichten 18,3 Prozent seien vom unabhängigen 'Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme' bestätigt worden.
Die neue Solarzelle im Technologie-Zentrum der 'BP Solar' in Sunburry/Grossbritannien entwickelt und soll im neuen, hochmodernen Werk 'The Tres Cantos' in Madrid/Spanien produziert werden.
Gegenüber den bisher verfügbaren Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 16,5 Prozent beträgt die jetzt erzielte Leistungs-Steigerung 11 Prozent.
Schon am 13.03. hatte das Zentrum für Photovoltaik des National Renewable Energy Laboratory der USA in Golden/Colorado die Verifizierung eines neuen Rekordes bei Dünnschicht-Solarzellen bestätigt: Shell Solar hatte einen Wirkungsgrad von 12,8 Prozent mit grossflächigen Zellen auf Basis von CdS/Cu(In,Ga)Se2 erreicht. zum Seitenanfang

Meeres-Energie schlägt Wellen
Grossbritannien fördert massiv neue Projekte zur Stromgewinnung aus Meeres-Energie und auch Dänemark setzt eine neue Anlage ein ...
London, 26.03.2003:
Die erneuerbaren (Meeres-)Energien werden durch das britische Department of Trade and Industry (DTI, Handels- und Industrieministerium) weiterhin stark gefördert. Das hat Minister Brian Wilson auf einer Konferenz zum Thema 'Erneuerbare Energien' auf den Western Isles unterstrichen. Diese Inseln sind auch der Standort für Projekte der Unternehmen Wavegen und Tidal Hydraulic Generators Ltd (THGL), die vom 'Department of Trade and Industry' seit Januar 2003 mit rund 3,7 Millionen Pfund gefördert werden:
der etablierte Wellenkraftwerks-Hersteller 'Wavegen' - er ist international führend in der 'oscillating water column technology' - erhält dabei 2,1 Millionen Pfund für einen neuen Prototyp eines Wellengenerators, die neu gegründete Tidal Hydraulic Generators Ltd 1,6 Millionen Pfund für die entwicklung und den Test eines Tidenstrom-Generators.
Schon in der Vergangenheit hatte Grossbritannien seine im Segment Meeresenergie engagierten Firmen wie Wavegen oder Ocean Power Delivery Ltd. gefördert.
Vor wenigen Wochen war in Dänemark mit dem Wellen-Drachen ein neues Wellenenergie-Kraftwerk 'vom Stapel gelaufen'. Auch die Wellenenergie in Dänemark erfreut sich erheblicher Unterstützung, während in Deutschland, wo einst an den meisten Flüssen mit Tidenhub Gezeitenmühlen standen, das Thema Meeres-Energie kaum eine Rolle spielt - auch mit Rücksicht auf den 'Naturschutz'. zum Seitenanfang

US-Zukunft durch Wasserstoff-Wirtschaft
Innerhalb von nur 10 Jahren liesse sich die US-Wirtschaft auf Wasserstoff umstellen - so eine Studie des US-Futorologen Peter Schwartz ...
San Francisco/CA , 23.03.2003:
Unter dem Titel 'How Hydrogen Can Save America' beschreibt Peter Schwartz, ehemals Zukunftsdenker des Öl-Multis Shell, zusammen mit seinem Partner Doug Randall, wie und mit welchen Vorteilen sich Amerikas Wirtschaft umstellen liesse. Nach Ansicht der Autoren würde eine solche Umstellung nicht nur die Kosten aus der Erdöl-Verbrauch verringern, sondern auch die Abhängigkeit der USA vom Ausland reduzieren und so Amerikas Stellung in der Weltpolitik stärken. Die Studie wird im April-Heft von 'Wired' publiziert und würde in Auszügen vorab im Netz veröffentlicht. zum Seitenanfang

Energiesparen - bei Gott
Solaranlagen auf Kirchendächern sind längst kein ungewohnter Anblick mehr. Jetzt gibt es sogar ein eigenes Internetportal für diesen Bereich ...
Osnabrück, 20.03.2003:
Unter kirchendaecher.de hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ein Portal online gestellt, dass die Nutzung der Solartechnik im kirchlichen Raum fördern soll. Immerhin gibt es in den ca. den rund 32.000 Kirchengemeinden Deutschlands ein enormes Dach-Potenzial. Die Site bietet Infos, Projektbeschreibungen, Downloads und eine Suchfunktion nach kirchlichen Solardächern in einer bestimmten Region. Die letztere Funktion ist auch für nichtkirchliche Solar-Interessierte interessant: hiermit kann man eine entsprechende Kirchengemeinde in der Nähe finden, um sich dort nach den Erfahrungen mit bestimmten Solarmodulen und zuverlässigen Solardienstleistern zu erkundigen. zum Seitenanfang

Marathon-Notebook
Auf der CEBIT wurde jetzt ein serienreifes Brennstoffzellen-System für mobile Geräte vorgestellt ...
Hannover, 17.03.2003:
Ein Notebook mit Brennstoffzellensystem hat die Firma Consel unter dem Namen 'Marathon-Koffer' auf der Cebit in Hannover vorgestellt. Der Notebook-Koffer ist mit einer 'SmartFuelCell C25', die ihren Treibstoff aus einer 125ml-Methanol-Tankpatrone bezieht. Eine dieser Patronen reicht für sieben Stunden Dauerbetrieb, wobei sich im Koffer noch sieben Ersatzpatronen befinden, die sich bei Bedarf auch während des laufenden Notebook-Betriebes einsetzen lassen. Damit lässt sich das Notebook ca. 50 Stunden autonom betreiben, kann aber auch ans Stromnetz angeschlossen werden. Zudem eignet sich das Brennstoffzellen-System für die Energieversorgung weiterer mobiler Geräte (Digital-Kameras, Handys). Erste Geräte sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. zum Seitenanfang

Pulver-Portionierer [Museum]
Wer früher in die Apotheke ging, bekam sein Pulver extra angerührt. Und auch für das Abfüllen gab es ein eigenes Gerät ... mehr

Verschwendung durch Verpackung
Viele Lebensmittel und Produkte können von den Käufern nicht voll genutzt werden, weil die Hersteller sie 'geschickt' verpackt haben ...
Kista/Schweden, 10.03.2003:
Bis zu 10 Prozent der Haushaltsprodukte (Lebensmittel, Zahnpasta)verbleiben auch nach dem Leeren der entsprechenden Behältnisse in ihren Verpackungen zurück und werden mit diesen ungenutzt in den Müll geworfen. Das ergab die Studie 'Förpackningens betydelse för produktförluster i hemmet' ('Die Bedeutung der Verpackung für die Produktverluste im Haushalt' von Beatrice B. Johannsson am schwedischen Verpackungs-Forschungsinstitut Packforsk. Der 'Rapport Nr. 204' untersucht insbesondere Tuben, Flaschen, Milchkartons und Jogurthbecher.
Um Produktverluste zu minimieren, sollten künftig Verpackungen u.a. folgende Eigenschaften haben: grosse Auslass-Öffnung, eine transparente Hülle, die Möglichkeit zum 'Auf-den-Kopf-stellen' und eine leichte Verschliessbarkeit. Die Produkte sollten leicht aus der Verpackung heraus zu bekommen sein und eine lange Haltbarkeit haben.
Die Studie ist nur gedruckt und auf schwedisch erhältlich. zum Seitenanfang

Verschwendung durch Verbindung
Der Stromverbrauch für die Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungs-Technik ist zwar heute schon sehr hoch, wird aber künftig noch erheblich steigen ...
Karlsruhe, 04.03.2003:
Im Jahre 2010 werden die Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) 11 Prozent des deutschen Stromnedarfs verbrauchen, wobei allein schon die Fernsehgeräte als Gerätegruppe mit dem grössten Verbrauch 2,2 Prozent verflimmern. Das ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI.
Von diesen 11 Prozent, die 55 Milliarden Kilowattstunden Elektrizität und damit der Leistung acht Grosskraftwerken entsprechen, könnten nach Meinung der Forscher bis zu 20 Prozent eingespart werden. Die Gerätegruppe mit dem am schnellsten wachsenden Verbrauch sind in diesem Zeitraum der Mobilfunk durch die UMTS-Netze und die Kommunikationsnetze in den Haushalten (Stichwort: intelligentes Haus)
Die Fraunhofer-Experten empfehlen eine Verschärfung der gesetzlichen Anforderungen an die Energie-Effizienz der Geräte sowie eine Vereinheitlichung der verschiedenen deutschen und internationalen Energielabels. zum Seitenanfang

Gross, grösser, .... wohin?
Auch die Regenerativen scheinen dem 'Grössenwahn' erlegen zu sein. Und während sich die Macher ob der Umweltfreundlichkeit ihrer neuen Technik auf die Schultern klopfen, bleiben die alten Abhängigkeiten der Verbraucher erhalten ... mehr

Konkurrenz für Batterien
Die Batterie hat ihre besten Zeiten hinter sich, neue Alternativen der Energiespeicher-Technologie erobern bald die Märkte...
Frankfurt/Main, 19.02.2003:
Schwungräder, Superkondensatoren und supraleitende magnetische Speicher (SMES) werden künftig in vielen Bereichen der Energiespeicher-Technologie die heutigen Batterien ersetzen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Zwar beherrschen die herkömmlichen Bleiakkumulatoren mit einem Jahres-Umsatz (2002) von rund 12 Milliarden US-Dollar den europäischen Markt für Speichertechnologien, während die Alternativen im gleichen Zeitraum erst auf einen Umsatz von 104 Millionen US-Dollar kamen. Doch das Marktpotential der Bleiakkus sei ausgeschöpft, während sich der Umsatz der Alternativen bis zum Jahr 2009 mehr als verdoppeln könnte.
Treibende Kräfte seien dabei die Tendenzen zu dezentralen, erneuerbaren, sauberen Energien, zu Energiequalität, zu Elektro- und Hybridfahrzeugen, aber auch die stärkeren Elektrizitätsnetze (42 Volt) in Kraftfahrzeugen.
Grösste Hindernisse seien die noch hohen Preise, die noch zu kleinen Märkte und die Unsicherheit bei den Investoren, welche der genannten Speichertechnologien sich letztlich am Markt durchsetzen werde. zum Seitenanfang

Fördermittel für Biokraftstoff
Wer plant, seine Motore auf nachwachsende Kraft- und Schmierstoffe umzurüsten, kann jetzt wieder mit staatlicher Förderung rechnen ...
Bonn, 12.02.2003:
Ab sofort stellt das Bundesverbraucherschutzministerium wieder Fördermittel zur Markteinführung 'biogene Treib- und Schmierstoffe' zur Verfügung. In den Jahren 2001 und 2002 waren im Zuge dieses Programms 680 Anträge bewilligt und rund 4000 Maschinen umgerüstet worden. Wegen des grossen Zuspruchs waren die Fördermittel allerdings dann bereits im Juni 2002 aufgebraucht. Weitere Informationen stellt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe auf einer speziellen Website zur Verfügung. zum Seitenanfang

Viel Volt, wenig Licht
Energiesparlampen sparen nicht nur Strom, sondern bares Geld. Dennoch ist die Mehrheit der Deutschen für einen Wechsel zu träge ...
Berlin, 04.02.2003:
Eine knappe Mehrheit (51 Prozent) der deutschen Haushalte setzt nach einer Umfrage der Berliner Initiative EnergieEffizienz immer noch keine Energiesparlampen ein, obgleich 69 Prozent der Bürger wissen, dass sich die Anschaffung trotz der höheren Preises dieser Lampen in absehbarer Zeit amortisiert. Und auch bei den Nutzern der sparsamen Leuchten finden sich nur in jedem sechsten Haushalt (insgesamt 8%) mehr als fünf Energiesparlampen, sodass von einer grundsätzlichen Umstellung der Beleuchtung auszugehen ist. Dabei verbrauchen Energiesparlampen bis zu 80 Prozent weniger Stromverbrauch bei einer zehnmal höheren Lebensdauer und gleicher Lichtleistung.
Schon durch den Ersatz einer 60-Watt-Glühbirne lassen sich während der gesamte Lebensdauer einer Energiesparlampe rund 60 EURO sparen. Vorraussetzung: man achtet auch bei Energiesparlampen auf die Langlebigkeit und nicht nur auf den Preis! zum Seitenanfang

Neues vom Team
Dem Pfarrer Hahn ist mit einer Erfindung im wahrsten Sinne des Wortes der Durchbruch gelungen. Allerdings sehen Hofrath darin eher einen Einbruch in seine Privatsphäre ... mehr

Holz statt H2
Die Zukunftsenergie heisst nicht Wasserstoff, sondern Holz - jedenfalls wenn es um den Ersatz des Auto-Benzins geht ...
London, 28.01.2003:
Holz ist die umweltfreundlichere Energiequelle als Wasserstoff, und schon ein Viertel der Landwirtschaftsfläche Grossbritanniens würde ausreichen, um den Treibstoff-Bedarf des Landes zu decken. Dies ist die Kernaussage der Studie 'Fuelling Road Transport - Implications for Energy Policy', über die BBC News Online berichtet.
Die Studie ist kein Hirngespinst, sondern das Ergebnis der Zusammenarbeit dreier renommierter 'Think-Tanks': der National Society for Clean Air (NSCA), des Energy Saving Trust, und des Institute for European Environmental Policy. Aus Sicht dieser Forschungsinstitute sprechen verschiedene Punkte gegen H2: zur Herstellung wird wertvolle elektrische Energie benötigt, die zumeist nicht aus erneuerbaren Energiequellen stammt, es gibt Probleme bei der Speicherung von Wasserstoff und schliesslich treten erneut Verluste bei Umwandlung in Strom für die Elektromotore auf. Deshalb sei es sinnvoller, Kraftstoffe aus regenerativer Biomasse zu gewinnen, z.B. aus schnell nachwachsenden Hölzern wie Weiden. Solche heimischen Holzgewächse könntn dann in Methanol, Ethanol oder auch Wasserstoff umgewandelt und als Treibstoff verwendet werden. Die Forscher betonen allerdings, dass ihre Analyse nicht mit dem Ziel erstellt worden sei, ein Viertel des britischen Agrarlandes anbautechnisch umzustellen.
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Solare Gas-Turbine
Erstmals gelang es spanischen und deutschen Forschern, mit Hilfe von solar erhitzter Luft eine Gasturbine zu betreiben ...
Almeria/Spanien, 27.01.2003:
erstmals gelang es jetzt im südspanischen Almeria, durch Solareinstrahlung Luft so aufzuheizen, dass damit eine Gasturbine angetrieben werden konnte. Grundlage des Kraftwerks sind drei Solartürme, auf deren Spitzen eine Vielzahl von Spiegeln das Sonnenlicht konzentrieren. Die Siegel werden dabei der Sonne nachgeführt und reflektieren rund das 500 fache der normalen Sonnen-Einstrahlung auf die Turmspitzen. In den Turmspitzen sitzen als Energieabsorber neu entwickelte 'volumetrische Reciever', die aus einer stark porösen Metall- oder Keramikstruktur bestehen, welche sich extreme Einstrahlung sehr hoch erhitzt. Die Luft strömt durch die Hohlräume, nimmt die Energie auf bzw. erhitzt sich dabei selbst und strömt dann zur Gasturbine.
Während die Receiver zusammen genommen auf eine Leistung von 1 MW kommen, erzeugt die Gasturbine daraus 250 kW elektrische Leistung. Bisherige Turm-Solarkraftwerke waren ausschließlich mit Heiss-Dampf-Turbinen ausgestattet; Gasturbinen wurden bisher nur durch Verbrennung von Gasen angetrieben. Die neue Technik erlaubt es, mit der die Gasturbine verlassenden, immer noch heissen Luft über einen Wärmetauscher zusätzlich Dampf zu erzeugen und mit Ihm eine Dampfturbine anzutreiben. Dadurch lässt sich ein Gesamtwirkungsgrad von 58 Prozent erzielen.
Das Projekt wird von deutscher Seite von der Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben, von spanischer Seite von der Plataforma Solar de Almería, hinter der das spanische Wissenschafts- und Technologie-Ministerium steht.
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60 Prozent mehr Wasserkraft möglich
Auch in Deutschland ist das Potential zur Errichtung neuer Wasserkraft-Werke lange noch nicht ausgeschöpft ...
Karlsruhe, 23.01.2003:
Nach Einschätzung der 'Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg e.V.' lässt sich die Stromgewinnung aus Wasserkraft um 60 Prozent steigern: zur Zeit werden jährlich 25 Milliarden Kilowattstunden mit Wasserenergie erzeugt, weitere 15 Milliarden Kilowattstunden seien zusätzlich möglich. Das entspräche der Leistung von zwei Atomkraftwerken oder dem Elektrizitäts-Bedarf von ca. zehn Millionen Menschen. Für diese Analyse hat die 'Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg e.V.' gute Argumente: u.a. sind heute in Deutschland mit 7-10.000 Anlagen nur noch ein zehntel der Wasserkraft-Werke wie um 1900 in Betrieb - eine Epoche mit vielen, dezentralen Mühlen-Betrieben.
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Mini-Brennstoffzelle im Test
In Nordrhein-Westfalen beginnen die Tests der ersten Mini-Brennstoffzellen, die schon im kommenden Jahr in Serie gehen sollen ...
Gelsenkirchen, 16.01.2003:
Die Masterflex AG aus Gelsenkirchen hat im Zukunftszentrum Herten ihre erste Brennstoffzelle in den Testbetrieb genommen. Bei dem in der Entwicklung befindlichen Modell handelt es sich um eine 50-Watt-Minibrennstoffzelle ('PEM-Brennstoffzelle'), die mit Wasserstoff aus einem integrierten Metallhydrid-Speicher betrieben wird. Das Gerät kann tragbare Geräte wie beispielsweise Notebooks bis zu 50 Stunden netzunabhängig mit Strom versorgen.
Der Prototyp soll im März 2003 auf der CEBIT gezeigt werden und 2004 in Serie gehen. Das Projekt wird gefördert vom Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW. zum Seitenanfang

Mit Pedalkraft ins Internet
Fahrradfahren ist nicht nur gut für die Gesundheit, sonden man kommt damit auch ins Internet. Wie das geht, zeigt ein Projekt in Laos ...
San Francisco, 14.01.2003:
Mit Pedalkraft betriebene Computer sollen sollen Dörfer in Laos mit dem Internet verbinden - dies ist das Ziel des Projektes "The Remote IT Village Initiative" der us-amerikanischen Jhai Foundation. Die PCs sind mit alten 486-Prozessoren ausgestattet und orientieren sich im Hardware-Design an Vorbildern, die man nach Ansicht der Infosite DigitalDividend sonst nur noch im Smithsonian Museum von Washington/DC oder im Technikmuseum von San Jose/Kalifornien findet. Zur jeweiligen Ausrüstung gehören ferner ein LCD-Monitor, Tastatur, Maus, Nadeldrucker sowie ein Linux-Betriebssystem, das extra für die laotische Sprache angepasst wurde.
Die Energie bezieht jeder Computer aus einer alten Autobatterie, die mittels eines über Fahrradpedalen angetriebenen Generators aufgeladen wird. Diese gesamte Energieversorgung wird von der indischen Firma Rashron Energy & Auto LTD hergestellt, einem Produzenten für Elektro-Fahrräder und Behinderten-Fahrzeuge. Wer also den PC nutzen will, muss erst einmal "Fahrrad fahren".
Die gespeicherte Energie dient auch dazu, vom Computer eine Funkverbindung zu einem Datenfunknetz (Wireless LAN) herzustellen. Überall auf den umliegenden Bergen werden solarbetriebene Relaisstationen (remote stations) errichtet, die funktechnisch die Dörfer untereinander verknüpfen und die Verbindung zu einem Mikrowellensender herstellen, der wiederum die Verbindung ins Internet gewährleistet.
Wie The Economist berichtet, wird jeder PC ca. 400 US-Dollar kosten. Das Projekt soll es den Dörfern u.a. ermöglichen, sich über die aktuellen Reis-Preise in den Städten zu informieren, bevor sich die Bauern mit ihren Produkten auf den Weg zu den jeweiligen Märkten machen. zum Seitenanfang

Sonnenaufgang über dem 'White House'
Auch der Sitz der US-amerikanischen Exekutive, das Weisse Haus, geht bei der Stromerzeugung jetzt neue Wege ...
Washington/DC, 13.01.2003:
Die Firma Evergreen Solar, Inc. hat die erste Solarzellen-Anlage auf dem Gelände des Weissen Hauses errichtet. Die 9kw-Photovoltaik-Anlage besteht aus 167 Panelen und wurde in das Dach des Verwaltungsgebäudes des White-House-Geländes integriert. Nach der entsprechenden Pressemitteilung speist sie ihren Strom in das elektrische Netz des Weissen Hauses ein; die Installation der Anlage erfolgte innerhalb von drei Tagen. Steven J. Strong, Präsident der amerikanischen 'Solar Design Associates', bezeichnete diese Installation als wichtigen Meilenstein für die Verbreitung der Solarenergie in den USA.
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Heizen mit Holz
Moderne Holzheizsysteme können mehr, als ihren Besitzern nur den Status und das Knistern eines Kamins zu vermitteln. Sie sind eine kostengünstige Alternative zu Kohle und Gas ... Karlsruhe, 12.01.2003:
Holzheizungen sind wieder im Kommen. Das gilt nicht nur für die waldreichen Länder Skandinaviens und des Alpenraums, sondern auch für Deutschland. Grund ist die Abkehr vom Energie verschwendenden Kamin (nur c. 20% Energie-Ausbeute) zu modernen Holz-Heizsystemen, insbesondere Scheitholz- und Holzpellet-Zentralheizungen - teilweise auch mit automatischer Brennstoff-Beschickung - für Privat-Haushalte. Da jährlich in den Wäldern der Welt die 25fache Energie-Menge der jährlichen Welt-Erdöl-Förderung hinzuwächst, wird Holz ein kostengünstiger Brennstoff bleiben, den man auch aus dem eigenen Garten entnehmen oder von Nachbarn günstig zukaufen kann. Wie der Informationsdienst BINE meldet, ist auch der Energiebedarf für die Herstellung bearbeiteter Holzbrennstoffe gering: für die Gewinnung von Holz-Hackschnitzeln werden rund 2% der im Brennstoff enthaltenen Energie aufgewendet, für Holzpellets 5%, dagegen für Heizöl sogar 10-12%. Daher dürften auch die bearbeiteten Holzbrennstoffe im Preis günstig bleiben. zum Seitenanfang

Strom für Finanzminister
Jedesmal, wenn Sie Ihren Fernseher einschalten, klingelt bei den Finanzministern die Kasse ...
Berlin, 07.01.2003:
Rund 12,58 Milliarden Euro Steuern und Abgaben werden die deutschen Stromkunden nach Schätzung des Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) im Jahr 2003 indirekt an die Finanzminister zahlen müssen. Dabei ist die Mehrwertsteuer nicht einmal eingerechnet.
Die Abgaben an den Staat setzen sich zusammen aus Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und haben sich seit 1998 mehr als verfünffacht. Die Abgaben werden von den Energieversorgern bezahlt und in die Strompreise eingerechnet. zum Seitenanfang

Ein E-Mobil für lange Strecken
E-Autos mit Reichweiten von über 400 Kilometern sind kein Traum mehr, sondern Realität ...
Bremen, 06.01.2003:
Fahrstrecken von über 400 Kilometern erreichten Elektro-Autos mit der vom Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaften (BIBA) entwickelten Technik. Neben einem wirkungsgrad- und zuverlässigkeits-optimierten Energiemanagement-System kommen verschiedene Energiespeicher zum Einsatz: UltraCap-Kondensatoren und Booster-Batterien auf Basis von Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH)für grosse Beschleunigungsleistungen sowie die Zink-Luft-Batterietechnologie mit grosser Energiedichte und hohem energetischen Wirkungsgrad. Gegenüber den heute üblichen Batterie-Fahrzeugen (<150 km Reichweite, geringe Lebensdauer, hohes Gewicht, geringe Leistungsdichte, lange Ladezeiten) st das neue System in allen Bereichen überlegen. Neben den üblichen Optimierungen geht es jetzt innerhalb des Projektes vor allem darum, die Technik in herkömmliche Serien-Fahrzeug-Karosserien zu integrieren.
Das Entwicklungsprojekt läuft unter der Bezeichnung "Mobile elektrische Energieversorgung für Fahrzeuge mit großer Reichweite und hoher Beschleunigung" (EFRB)und wird innerhalb der BIBA vom Forschungsbereich Meßtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft betreut. Wie der Heise-Newsticker berichtet, sind an dem vom "Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie" geförderten Projekt auch verschiedene Industrieunternehmen beteiligt. zum Seitenanfang

PCs als Geldvernichter
Still ruht der PC? Davon träumen Sie nur! Und während dessen 'frisst' Ihr Computer Ihr Geld ...
Münster, 30.12.2002: 1 bis 2 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr werden nach Berechnungen des Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) von den ca. 27 Millionen Computern in Deutschland in scheinbar ausgeschaltetem Zustand verbraucht. Selbst ein moderner, sparsamer Flachbildschirm zieht immer noch 6 Watt, obgleich er offensichtlich ausgeschaltet ist - ältere Röhrenmonitore saugen teilweise über 10 Watt aus der Leitung.
Gegenmassnahmen: den PC mit allen Peripheriegeräten (Bildschirm, Drucker, Scanner etc.)über eine extra Mehrfachsteckdose mit einem integrierten Aus-Schalter ans Stromnetz anschliessen. Aber Achtung: bei einer ISDN-Anlage, an die neben dem PC auch noch Telefone angeschlossen sind, braucht diese Anlage einen gesonderten Stecker. Andernfalls geht nach dem Betätigen des Aus-Schalters auch das Telefon nicht mehr. zum Seitenanfang

Weisses Phosphor-Licht
Ein US-Unternehmen hat ein Patent auf eine chemische Mischung erhalten, die im Bereich des weissen Lichtes phosphoriziert ...
Valley View/Ohio, 22.12.2002: Das US-Unternehmen GELcore hat ein Patent (International application number: WO 02/099902) auf eine Phosphor-Mischung erhalten, die Licht im UV-nahen Bereich absorbiert und es im Bereich des weissen Lichtes wieder emittiert. Nach Angaben des Informationsdienstes Optics.org enthält das patentierte Material Terbium (Tb, Atomgewicht:65) und seltene Erden. Während der LED-Spezialist GELcore, ein Jointventure der US-Firmen General Electric Lighting und EMCORE Corporation mit seinem Patent wohl vor allem darauf abzielt, seine UV/blaues Licht emittierenden LEDs auch zur Raumbeleuchtung einzusetzen, lassen sich solche Techniken prinzipiell auch dafür verwenden, natürliches (UV-)Licht für eine kostenlose (Raum-)Beleuchtung zu nutzen. zum Seitenanfang

Rollstuhl mit Brennstoff-Zelle
Die Brennstoff-Zelle wird in immer mehr Alltags-Produkte integriert; jetzt gibt es den Prototyp eines Rollstuhls mit diesem umweltfreundlichen Antrieb ...
Aachen, 16.12.2002: Auf dem Aachener Brennstoffzellen-Technologietag hat die ortsansässige Firma EUtechScientific Engineering GmbH den Prototyp eines Rollstuhls mit Brennstoffzellen-Antrieb präsentiert. Vorteile dieser Technik: grosse Energieleistung bei platzsparender Bauweise, grosse Reichweite, lange Lebensdauer und hohe Betriebssicherheit, sowie der Wegfall der Aufladezeiten.
Das Projekt wird im Rahmen der Landesinitiative Zukunftsenergien vom Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW unterstützt. zum Seitenanfang

Benzin für Brennstoffzellen
Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE hat ein neues Verfahren entwickelt, um aus Benzin Wasserstoff für Brennstoffzellen herzustellen ...
Freiburg/Br., 12.12.2002: Ein Verfahren, um Benzin in Wasserstoff umzuwandeln und für Brennstoffzellen nutzbar zu machen, hat das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE in Zusammenarbeit mit Firmen wie der Aral AG, der Robert Bosch GmbH, der DaimlerChrysler AG und anderen entwickelt. Die 'autotherme Reformierung' von möglichst schwefelarmem Benzin geschieht, indem ein Teil des Benzins dafür genutzt wird, mittels fast schadstoff-freier Verbrennung in der Brennstoffzelle die benötigte Reaktionswärme zu erzeugen. Mit dieser und unter Einsatz eines Katalysators wird aus einem Gemisch von Benzin, Luft und Wasserdampf ein wasserstoffreiches Gasgemisch erzeugt. Diese Reformierung erreicht einen Wirkungsgrad von ca. 80 Prozent.
Die Arbeiten zu diesem Projekt wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gefördert, und zwar im Rahmen der Forschungen zur mobilen Protonenaustauschmembran-Brennstoffzellen-Technik PEMTECH.
Die Erzeugung von Wasserstoff aus Benzin für mobile Anwendungen besitzt den Vorteil, dass sich die Nutzer bei der Primärenergie-Versorgung auf das vorhandene, flächendeckende Tankstellennetz stützen können. Sie hat den Nachteil, dass das Benzin eine endliche Ressource ist und die Abhängigkeit des Nutzers von den Mineralöl-Konzernen bestehen bleibt. zum Seitenanfang

Neues Material für Solarzellen
Forscher aus Californien haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich Solar-Zellen mit einem tatsächlichen Wirkungsgrad von 50 Prozent herstellen lassen ...
Berkeley/California, 10.12.2002: Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory haben in Zusammenarbeit mit der Cornell-Universität und der japanischen Ritsumeikan-Universität ein Material für Photovoltaik-Zellen gefunden, dass die Strahlung aus dem gesamten Tageslicht-Spektrum - von Infrarot bis Ultraviolett - in elektrische Energie umwandeln kann. Basis dieser künftigen Zellen ist eine Legierung aus Indium-Gallium-Nitrid (InGaN), die eine tatsächliche Energieausbeute von 50 Prozent ermöglichen soll. Nach Ansicht der Forschergruppe um Wladek Walukiewicz ist das Material ideal für Solarzellen: es ist hitze- und strahlungsbeständig und lässt sich relativ günstig herstellen. Das Potential des InGaN wurde entdeckt, als sich das Team mit der Frage beschäftigte, wie Halbleiter Energie optimal Energie verwenden können, um sie als Licht z.B. in LED abzugeben - also das umgekehrte Verfahren der Solarzelle - und sich dabei mit den besten Bandabständen des Halbleitermaterials befasste. zum Seitenanfang

Brennstoffzellen-Start in 'Meck-Pomm'
Im mecklenburgischen Gadebusch wird eine Brennstoffzelle sowohl zur Wärme- als auch zur Elektrizitäts-Erzeugung eingesetzt ...
Schwerin, 05.12.2002: Die Hanse Gas GmbH hat nach vierwöchigem Probebetrieb heute das erste Brennstoffzellen-Heizgerät in Mecklenburg-Vorpommern ans Netz gehen lassen. Die 'Hardware' besteht aus einer Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC) mit Sauerstoff-Ionen leitenden Keramik-Elektrolyten. Bei Arbeitstemperaturen von 800 bis 1000 °C erzeugt die mit Erdgas betriebene Zelle 2,5 kW thermische und 1 kW elektrische Leistung, wobei letztere in das Stromnetz eingespeist wird. Das System 'HXS 1000 Premiere' der Schweizer Firma von Sulzer Hexis steht in einem Mehrfamilien-Haus in Gadebusch und dient dort, zusammen mit einem Gas-Heizungskessel, der Warmwasser-Versorgung. Das Projekt ist zugleich als technischer Langzeitversuch angelegt und wird ingenieurwissenschaftlich vom Deutsche Brennstoffinstitut in Freiberg/Sa. und der Technischen Universität Dresden begleitet. zum Seitenanfang

BS-Zellen-Autos im Alltagseinsatz
In Japan gehen die ersten (Klein-)Serien-Brennstoffzellen-Autos in den Alltagseinsatz ...
Tokio, 03.12.2002: Die japanischen Auto-Hersteller Honda und Toyota haben gestern ihre ersten serienmässigen Brennstoffzellen-Autos gestern an die japanische Regierung übergeben. Wie die The Japan Times meldet, handelt es sich bei den Fahrzeugen um Honda FCX mit einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h und einer Reichweite von 355 Kilometern, sowie um Toyota FCHV mit 155 km/h Spitzengeschwindigkeit und 300 Kilometern Reichweite. Die in kleinen Serien hergestellten Wagen sind noch verhältnismässig teuer und werden von der japanischen Regierung geleast. zum Seitenanfang

Halbe Heizkosten mit Erdwaerme
Schon bei der Planung ihres neuen Heimes entscheiden Häuslebauer, wie gut (und) teuer ihnen die eigenen vier Wände künftig im Unterhalt kommen werden ...
Duesseldorf, 02.12.2002: Hausbesitzer könnten die Hälfte ihrer Heizkosten sparen, wenn sie eine Wärmepumpe einsetzen würden. Diese Einschätzung machten Vertreter des Energieministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche auf Fachtagung zum Thema 'Wärmepumpen-Marktplatz NRW' deutlich. Wärmepumpen seien nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern würden ihre Inverstitionskosten schon nach wenigen Jahren durch die Energie-Einsparungen wieder erwirtschaften - selbst beim Einsatz von Elektrizität für die Pumpen. Während sich in der Schweiz bereits ca. 40 Prozent aller Neubauten ihre Heizenergie mittels Wärmepumpe aus dem Erdreich des Grundstückes holen, sind es in Deutschland nicht einmal 4 Prozent.
Die Wärme-Energie beziehen die Pumpen zumeist entweder aus den von der Sonne aufgeheizten Erdoberschichten (Erdkollektoren - ähnlich wie grossflächige Sonnenkollektoren in etwas über einem Meter Tiefe verlegt), aus tieferen Erdschichten (Erdsonden - bis zu 100 Metern Tiefe) oder aus dem Grundwasser.
Diese Technik zu fördern, hat sich insbesondere das Land Nordrhein-Westfalen zur Aufgabe gemacht. Für alle Bauinteressenten, welche insbesondere die Erdsonden favorisieren, hält der Geologische Dienst NRW eine CD-ROM mit Daten zum geothermischen Potential der verschiedenen Orte bereit (Schutzgebühr). zum Seitenanfang

Sonnenwärme für die Kühlung
Im Sommer, wenn die Solar-Kollektoren das heisseste Wasser erzeugen, wird ihre Energie meist gar nicht gebraucht. Das könnte sich bald ändern ...
Bonn, 27.11.2002: Sonnenenergie lässt sich in einer konzentrierten Salzlösung zu speichern und anschliessend zur Kühlung zu verwenden - dieses neue Verfahren hat die Firma Menerga Apparatebau GmbH in Zusammenarbeit mit der Universität Essen entwickelt. Wie der Informationsdienst BINE in Bonn berichtet, wird bei dieser Technik zur Klimatisierung von Räumen wird der Arbeitsgang der Entfeuchtung der Zuluft von dem der Kühlung der Zuluft getrennt. Zuerst wird die von aussen kommende Zuluft durch die Salzlösung entfeuchtet; dabei verdünnt des der Luft entzogene Wasser die Salzlösung. Anschliessend wird die nun entfeuchtete Luft in einem Wärmetauscher mittels Wasserverdunstung herunter gekühlt und nun als kühle, trockene Luft in die Räume geleitet.
Damit das ganze Verfahren weiter funktionieren kann, muss die verdünnte Salzlösung wieder entwässert werden. Dieser energieaufwändige Prozess geschieht durch Aufheizen der Salzlösung mittels Sonnenenergie. Bei genügend grosser Dimensionierung der Salzlösung können auch sonnenarme Zeiten überbrückt werden.
Das Verfahren eröffnet neue Perspektiven für die Solarthermie, da es die Zeit der grössten Leistungsausbeute der Kollektoren (Sommer) energietechnisch sinnvoll (zur Kühlung nutzt). zum Seitenanfang

Aus Mist mehr machen
Bisher waren geringe Mengen von Bioabfällen allenfalls gut für den Komposthaufen. Doch nun dürfte ihr Wert steigen ...
Hawai, 24.11.2002: Am Hawaii Natural Energy Institute wurde von dem Biochemie-Ingenieur Dr. Jian Yu und seinem Team ein Verfahren entwickelt, welches aus einer Mischung von Essensresten und Wasser biologisch abbaubares Plastik erzeugt. Die Mischung wird unter Luftabschluss und Wärme für mehrere Wochen in einem Reaktionsbehälter belassen. Dabei bilden sich eine Vielzahl von Bakterien, welche die organischen Verbindungen aufbrechen und dabei auch Säuren entstehen lassen.
Anschließend wird das Gemisch in einem zweiten Reaktionsbehälter umgepumpt, dort mit dem Bakterium 'Ralstonia Eutropha' versetzt. Nach der späteren Filtration erhält man ein biologisch abbaubares Polymer. Wie das britische Wissenschafts-Magazin New Scientist schreibt, fallen allein in den USA jährlich 22 Millionen Tonnen Nahrungsabfälle an; das neue Verfahren kann aus 100 Kilogramm Abfallbrühe bis zu 25 Kilogramm Polymere herstellen.
Dies ist bereits der zweite 'Durchbruch' auf dem Gebiet der Abfallverwertung innerhalb weniger Monate: im Oktober 2002 hatten Forscher der Universität von West-England (UWE) in Bristol eine mikrobiologische Brennstoffzelle (Microbial Fuel Cell - MFC) vorgestellt. Die Zelle hat eine Grösse von 8x6,5x5 Zentimetern und ist billig in der Herstellung. Als Energielieferant dienen Abfälle, Land- und Wasserpflanzen, die mit Hilfe von Bakterien-Kolonien in der Brennstoffzelle zersetzt werden.
An der UWE wird das Projekt vom Intelligent Autonomous Systems Laboratory voran getrieben. Ziel ist es, einen autonomen Roboter ('EcoBot') zu entwickeln, der sich in der Natur 'ernähren' kann, d.h. seine Energie aus Biomasse selbst erzeugt. zum Seitenanfang

Windkraft meist verfuegbar
Cuxhaven, 19.11.2002: In 85 Prozent der Stunden eines Jahres weht genug Wind, um die entsprechenden Rotore anzutreiben - zumindest an den Kuesten. Das ist das Ergebnis von Berechnungen des Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V.(WVW) in Cuxhaven. Von den 8.760 Jahresstunden (bei 365 Tagen) koennen an der Nordseekueste durchschnittlich 7.500 als Betriebsstunden genutzt werden. Selbst im Binnenland betragen die Betriebsstunden ein Vielfaches der immer wieder genannten Zahl von 2000 Betriebsstunden, welche die Unwirtschaftlichkeit der Windkraft belegen soll. zum Seitenanfang

Batterie mit Koerperfluessigkeit
Austin/Texas, 13.11.2002: Eine Kleinst-Batterie, die Ihre Energie aus der Körperflüssigkeit von Menschen bezieht, haben der Chemiker Adam Heller und einige Forscher-Kollegen von der Universitaet Texas in Austin entwickelt.
Wie die Zeitschrift 'nature' berichtet, bezieht die Bio-Brennstoff-Zelle ihre Energie aus der Reaktion von Sauerstoff mit Zucker: zwei mit Enzymen ueberzogene Kohlenstoff-Faseren werden mit Enzymen werden in den Koerper implantiert, wo sie dem Zucker Elektronen entreissen und diese auf den Sauerstoff uebertragen, so dass ein elektrischer Strom fliesst.
Die Batterie erreicht eine Leistung von ca. 1.9 Microwatt bei einer Koerpertemperatur von 37º Celsius und einem pH-Wert von 7.2. Damit eignet sie sich zwar zur Ueberwachung des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern, aber nicht fuer hoheren Energiebedarf wie bei z.B. beim Antrieb eines kuenstlichen Herzens. zum Seitenanfang

Bio- und Solar-Energie-Messe
Husum, 30.10.2002: An der Schleswig-Holsteinischen Westküste startete heute die new energy husum, auf der Aussteller aus dem Bereich Sonnen- und Bioenergie bis zum kommenden Samstag ihre neuen Produkte zeigen. Unter anderem stellt die Firma IVT ihren drucklosen Solarschichtenspeicher Latento vor. Der 95 kg schwere und 170x78x78 cm grosse Behälter erreicht durch die optimierte Innengestaltung eine Maximaltemperatur des Speicherwassers von 95°C und bereits nach 30 Minuten solarer Aufladung ein nutzbares Temperaturniveau. Nach Erreichen der Maximaltemperatur und ohne eine Entnahme herrscht im Speicher nach 8 bis 10 Tagen immer noch eine Temperatur von 70°C. Speicherwasser und Brauchwasser sind getrennt.
Eine wichtige Rolle spielt auf der Messe die energetische Verwertung von biologischen Reststoffen in Form von Gülle, Stroh, Schwach- und Knickholz, Hackschnitzel oder Pellets, aber auch Produkte wie Rapsöl/Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen. Der Einsatz dieser Biomassen bedeutet insbesondere für die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein eine wirtschaftlich interessante Produkt-Erweiterung und kann zugleich Einzelhöfe als energetische Selbstversorger wirtschaftlich unabhängiger machen. zum Seitenanfang

Lauf-Leuchte [Museum]
Jogging in der Dunkelheit kann lebensgefährlich sein: Reflektor-Kleidung sehen Autofahrer an Kurven oder Ecken meist zu spät. Also eine Lampe mitnehmen. Und was ist, wenn die Batterie ausfällt? ... mehr zum Seitenanfang

Mit Ultraschall mehr Biogas
Dresden, 24.10.2002: Bis zu 45 Prozent mehr Biogas aus Klärschlamm durch Ultraschall - das ist das Ergebnis der Forschungen am Fraunhofer IKTS (Institut für Keramische Technologien und Sinterwerkstoffe) in Dresden; das Verfahren, als 'Klärschlamm-Teilstrom-Desintegration mit Hochleistungsultraschall' bezeichnet, wurde zusammen mit der Ingenieurgesellschaft für Wasser und Entsorgung mbH und der Dr. Hielscher GmbH entwickelt. Die Projektleiterin, Dr. Hannelore Friedrich vom Fraunhofer-Institut, erhielt für ihre entsprechenden Forschungsarbeiten den mit EUR 10.000,- dotierten Joseph-von-Fraunhofer-Preis.
Das Wirkprinzip: noch vor der Faulungsphase wird der Klärschlamm mechanisch zerkleinert und mit Ultraschall behandelt. Dadurch bilden sich im Schlamm Gasbläschen, die implodieren und so den Schlamm weiter zerkleinern, was zu geringeren Volumenmengen führt. Zugleich steigt die Gas-Ausbeute erheblich.
Das Verfahren wird derzeit von 11 deutschen und einem österreichischen Klärwerk eingesetzt, und soll seine Investitionskosten bereits in vier Jahren amortisieren. zum Seitenanfang

Neue Mikroturbine
Hamburg, 18.10.2002: Eine der ersten Microturbinen im Zuge des EU-Projektes 'Optimierung der Energieerzeugung aus Microturbinen' (OMES) ging im Hamburger High-Tech-Zentrum Channel Harburg an den Start. Die Microturbine vom Typ 't100' der schwedischen Firma 'Turbtec' ist ein kleines Kraft-Wärme-Koppelung-Heizkraftwerk von rund drei Meter Länge mit einem Turbinenrad, das nur 18 Zentimeter Durchmesser hat. Das Aggregat kostet EUR 80.000,- und soll pro Jahr 400.000 Kilowatt-Stunden ins Stromnetz einspeisen, was dem Bedarf von 150 Durchschnittshaushalten der Hansestadt entspricht.
Das Projekt wurde im Auftrag des Energiekonzerns Vattenfall von der HEWContract für die Betreibergesellschaft des Channel Harburg umgesetzt.
Die Turbine verbrennt Erdgas; allerdings liessen sich ähnliche Aggregate auch mit regenerativen Energien wie Wasserstoff oder Biogas betreiben. zum Seitenanfang

Solarthermie vorn, aber ...
Stuttgart, 17.10.2002: Solarthermische Kraftwerke sind in sonnenreichen Gegenden auch heute schon profitabel. Das ist eines der Ergebnisse der Jahrestagung des ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) an der Hochschule für Technik (HfT) in Stuttgart.
Bei diesem Kraftwerkstyp konzentrieren Spiegel das direkte Sonnenlicht auf die Solarkollektoren, und erzeugen so Temperaturen bis knapp über 1000°C, was für Kraftwerksleistungen von 50 bis 100 Megawatt ausreicht. Drei entsprechende Kraftwerke werden in Kürze unter deutscher Beteiligung in Spanien errichtet, da es hier seit August eine Einspeisevergütung für Strom aus solarthermischen Großkraftwerken gibt, die um rund 12 Cent pro Kilowatt-Stunde über die normalen Tarife hinaus geht. Dadurch lässt sich mit solarthermischen Kraftwerken schon heute Geld verdienen.
In deutschen Breiten wird sich bei den solaren Grosskraftwerken allerdings eher die Photovoltaik durchsetzen: schon heute erreichen Tandemsolarzellen Wirkungsgrade über 30 Prozent. Durch den Einsatz von Spiegeln oder Linsen lässt sich auch schwaches Sonnenlicht auf die teuren Solarzellen konzentrieren und so optimal nutzen. So hohe Temperaturen, wie sie für solarthermische Kraftwerke erforderlich sind, lassen sich in Deutschland kaum erreichen. zum Seitenanfang

Brennstoff-Zellen-Ford
Hamburg, 11.10.2002: Auf der Wasserstoff-Expo wird erstmals der neue Ford Focus FCEV Hybrid einer breiteren europäischen Öffentlichkeit vorgestellt. Das Kürzel FCEV steht für 'Fuel Cell Electric Vehicle'; die Hybridtechnik besteht darin, dass die von der Brennstoffzelle erzeugte Energie in der Batterie zwischengespeichert wird bzw. von dort an die Elektromotoren abgegeben. Umgekehrt können die Motore beim Bremsen Energie zurück gewinnen und ebenfalls in der Batterie speichern - ein erheblicher Vorteil gegenüber anderen Brennstoffzellen-Autos.
Technische Daten: Reichweite ca. 320 km, Höchstgeschwindigkeit ca 130 km/h, Leistung 68 kW/92 PS.
Obgleich der Wagen bereits ein (Klein-)Serienauto ist, will Ford Brennstoffzellen-Autos erst im Jahre 2010 an Privatkäufer vermarkten. zum Seitenanfang

Druckluft-Auto
Paris, 01.10.2002: Auf dem Pariser Automobilsalon stellt die Firma MDI ihr mit Druckluft angetriebenes Auto 'Aircar' vor, dessen Serienproduktion gerade anläuft. Herz des 3,84 Meter langen und 720 Kilo leichten Sechs-Sitzers ist ein Zweizylinder-Motor, der über eine zusätzliche Reaktionskammer verfügt. In dieser Kammer herrscht ein Druck von 20 Bar bei 400 Grad Celsius. Dort hinein wird kalte Druckluft (aus in den Wagenboden eingebaute Flaschen) gespritzt, die sich blitzschnell ausdehnt und den Kolben antreibt. Dieses wiederholt sich für jeden Arbeitsgang der beiden Zylinder.
Der Wagen hat mit seiner auf 90 Liter komprimierten 90-Kubikmeter-Wasserstoff-Füllung eine Reichweite von 200-300 Kilometern; seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 Kilometern. Die wageneigenen Druckluft-Flaschen lassen sich in 3 Minuten an einer Druckluftstation oder in 4 Stunden durch einen mitgelieferten elektrischen Kompressor aufladen.
Hier liegt auch das Umwelt-Problem des Konzeptes: wirklich umweltfreundlich ist der Aircar nur, wenn den Aufladen mittels regenerativer Energie, möglichst 'homemade' bzw. aus eigener Herstellung geschieht. Allerdings ist auch der von MDI genannte Preis von zwei Dollar pro Tankfüllung sehr niedrig.
Die Idee Druckluft-Antriebs für Fahrzeuge ist nicht neu: schon am 15.12.1838 erhielt der Wiener Pfarrer Andorfer ein Patent auf eine durch Pressluft angetriebene Lokomotive. zum Seitenanfang

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Titelbild So sparen Sie Geld, Ressourcen, Energie
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Geld, Ressourcen, Energie.
Der ultimative Ratgeber für Haus, Garten und Verkehr, 192 Seiten, Preis: 16,90 EUR,
ISBN: 978-3-938391-01-3
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